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DFB-Vize Göttlich

today31. Juli 2026 4

Hintergrund
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DFB-Vize Oke Göttlich positioniert sich weiterhin klar gegen die Investorenpläne des Weltfußballverbandes FIFA. Der Präsident des FC St. Pauli und DFB-Vizepräsident bezeichnete die Boykott-Drohung gegen die FIFA als richtig und wichtig und sieht im Widerstand gegen die Vorhaben ein starkes Zeichen, wie er dem NDR mitteilte. Göttlichs Äußerungen fallen in eine Zeit massiver internationaler Kritik an den von FIFA-Präsident Gianni Infantino forcierten Plänen.

Die FIFA hatte am 28. Juli 2026 ihre Pläne für die Gründung einer Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE) vorgestellt. Diese Gesellschaft soll die kommerziellen und operativen Rechte an FIFA-Wettbewerben, einschließlich der Weltmeisterschaft und der Klub-Weltmeisterschaft, bündeln und vermarkten. Ziel ist es, über vier Milliarden US-Dollar von externen Investoren einzunehmen, wobei die FIFA die Mehrheitskontrolle behalten würde und jeder ihrer 211 Mitgliedsverbände bis zu 40 Millionen US-Dollar erhalten soll.

Gegen diese Investorenpläne formiert sich jedoch ein breiter und entschlossener Widerstand. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte bereits am 30. Juli 2026 einstimmig beschlossen, alle FIFA-Turniere, einschließlich der Weltmeisterschaften, zu boykottieren, sollte der Investorendeal umgesetzt werden. Die UEFA betont, dass die Weltmeisterschaft nicht als Anlageprodukt behandelt werden dürfe und nicht zum Verkauf stehe. Wenige Stunden später lehnte auch der nord-, mittelamerikanische und karibische Kontinentalverband Concacaf die Vorschläge geschlossen ab, unter Verweis auf Bedenken hinsichtlich mangelnder Transparenz, Governance und des Einbezugs privater Investoren in FIFA-Vermögenswerte. Am 31. Juli 2026 solidarisierte sich schließlich auch der asiatische Fußballverband (AFC) mit UEFA und Concacaf und äußerte tiefe Besorgnis, da der Vorschlag den notwendigen breiten Konsens und die Einheit nicht erreichen könne.

Oke Göttlichs aktuelle Haltung reiht sich nahtlos in seine konsistente Kritik an FIFA-Präsident Infantino und der zunehmenden Kommerzialisierung des Fußballs ein. Bereits im Frühjahr 2026 hatte er Infantino für die Verleihung eines „Friedenspreises“ an Donald Trump kritisiert und das Ereignis als „größte politische Shitshow“ bezeichnet. Er argumentiert stets, dass ein unpolitischer Fußball eine Illusion sei und betont die Wichtigkeit einer Debatte über Werte, Einreisebestimmungen und Menschenrechte, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Mit der vereinten Ablehnung der großen Kontinentalverbände, die zusammen über 130 Stimmen der 211 FIFA-Mitglieder repräsentieren, scheinen die Investorenpläne von Infantino aktuell keine Mehrheit zu finden.

Die FIFA verteidigte ihre Pläne und erklärte, es handle sich um ein Angebot im Rahmen eines Konsultationsprozesses, der durch „fehlerhafte Medienberichte“ gestört worden sei. Der Weltverband betonte, dass „niemand den Fußball verkauft“ und dies niemals in Betracht ziehen würde, verwies auf demokratische Grundsätze und darauf, dass keine einzelne Instanz alle Mitgliedsverbände vertreten könne. Die Situation gilt als maximal eskaliert und stellt FIFA-Präsident Infantino vor eine erhebliche Herausforderung.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Geschrieben von: Redaktion

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