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Bewohner in Altona erheben Vorwürfe nach Hausräumung

today31. Juli 2026 19

Hintergrund
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Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Holstenstraße in Hamburg-Altona erheben schwere Vorwürfe bezüglich der Situation und des Umgangs mit ihnen, nachdem ihr Wohnhaus bereits seit einer Woche wegen akuter Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden darf. Die 14 Bewohner des fünfgeschossigen Gebäudes, das am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, geräumt werden musste, wenden sich nun an die Öffentlichkeit, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen.

Auslöser für die sofortige Evakuierung waren massive Risse, die von den Bewohnern selbst in tragenden Teilen des im Jahr 1894 erbauten Hauses bemerkt wurden. Ein vom Eigentümer beauftragter Fachmann bestätigte nach Begutachtung der Schäden die massive Beeinträchtigung der Statik und alarmierte umgehend die Feuerwehr. Einsatzkräfte der Feuerwehr, unterstützt vom Technischen Hilfswerk (THW) sowie von Statikern und Bausachverständigen, leiteten daraufhin umgehend Stütz- und Sicherungsmaßnahmen ein. Als Vorsichtsmaßnahme musste auch das direkt angrenzende Nachbargebäude in der Holstenstraße 199 vorübergehend geräumt werden, da es im Falle eines Einsturzes ebenfalls betroffen sein könnte.

Das Bezirksamt Altona hat eine sogenannte Nutzungsuntersagung sowohl für das Haus Holstenstraße 195/197 als auch für das Nachbargebäude 199 ausgesprochen. Die Absperrungen im öffentlichen Raum wurden durch Mitarbeiter der Bauprüfabteilung und der Polizei überprüft und bestätigt, und die Holstenstraße war in Teilen gesperrt. Für die Bewohner bedeutet dies, dass sie sich auf eine längere Zeit der Ersatzunterbringung einstellen müssen, da das einsturzgefährdete Haus bis auf Weiteres unbewohnbar und gesperrt bleibt.

Die Fachstelle für Wohnungsnotfälle des Bezirksamts Altona ist für die kurzfristige Unterbringung der Betroffenen zuständig. Bis Freitagmittag nach der Räumung hatten sich dort jedoch keine der 14 evakuierten Bewohner gemeldet, weshalb davon ausgegangen wird, dass sie eigenständig Lösungen gefunden haben. Grundsätzlich ist jedoch der Vermieter verpflichtet, im Schadensfall Ersatzwohnraum anzubieten oder die entstehenden Mehrkosten zu übernehmen. Die genaue Natur der von den Bewohnern erhobenen Vorwürfe bezüglich der Situation und des Umgangs mit ihnen bleibt indes ein zentraler Punkt, der weiterhin für Diskussionen sorgt.

Die komplizierte Situation rund um das Gebäude hält die Einsatzkräfte weiterhin in Atem. Erst am Dienstagabend kam es zu einem erneuten Großeinsatz in der Holstenstraße, nachdem Passanten gemeldet hatten, dass große Wassermengen aus dem einsturzgefährdeten Gebäude liefen. Als Ursache wurde eine geplatzte Wasserleitung festgestellt. Eine vom THW auf dem Dach installierte Sondierungsanlage, die Bewegungen des Gebäudes aufzeichnet, zeigte dabei glücklicherweise keine weiteren Veränderungen der Statik. Die Sicherungsmaßnahmen und die Überwachung des Gebäudes werden voraussichtlich noch länger andauern.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Geschrieben von: Redaktion

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