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Auf dem ehemaligen Beiersdorf-Gelände im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel nimmt ein umfangreiches Bauvorhaben Fahrt auf: Bis zum Jahr 2035 sollen hier rund 850 neue Wohnungen entstehen, wovon 20 Prozent als sozialgebunden vorgesehen sind. Das Projekt, das nicht nur Wohnraum, sondern auch Gewerbe, Gastronomie und mehrere Kindertagesstätten umfassen wird, erhielt jüngst grünes Licht für die Umsetzung. Dies markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des Areals zwischen Unnastraße und Quickbornstraße.
Auslöser für die Neugestaltung des rund 34.000 Quadratmeter großen Geländes war der Umzug der Beiersdorf-Konzernzentrale auf den neuen Beiersdorf Campus an der Beiersdorfstraße im Jahr 2023. Eigentümerin des Grundstücks ist die TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung, die Pensionskasse von Beiersdorf, die rund 700 Millionen Euro in die Entwicklung des neuen Stadtquartiers investiert und das Areal langfristig im eigenen Bestand halten will. Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit der Beiersdorf Urban Development GmbH realisiert und soll sich als lebendiges und urbanes Viertel in den Stadtteil einfügen.
Die Planungen sehen neben den Mietwohnungen auch kleinteiligen Einzelhandel, soziale Einrichtungen sowie besondere Wohnformen für Studierende, Senioren und betreutes Wohnen vor. Zudem sind gemeinschaftliche Dachterrassen und großzügige Freiflächen vorgesehen, die das Quartier zur Nachbarschaft öffnen sollen. Zwei markante „Hochpunkte“ mit zwölf beziehungsweise 14 Geschossen sollen dem neuen Viertel ein unverwechselbares Gesicht verleihen und die stadträumliche Orientierung erleichtern.
Bei Anwohnern stößt das Vorhaben, das zu den größten Wohnungsbauprojekten im Bezirk Eimsbüttel zählt, weiterhin auf Skepsis. Befürchtet werden eine Knappheit an Lebens- und Parkraum sowie eine Überlastung der bestehenden Infrastruktur. Um diesen Bedenken entgegenzuwirken, wurde das Konzept in den letzten zwei Jahren umfassend überarbeitet, unter anderem im Hinblick auf den Wohnungsmix, die Mobilität, die Energieversorgung und die Freiraumgestaltung. Ein Mobilitätskonzept mit gebündelten Parkmöglichkeiten, geteilten Mobilitätsangeboten und einer starken Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr soll das Quartier autoarm gestalten und den ruhenden Verkehr weitgehend unter die Erde verlagern.
Die Entwicklung des Beiersdorf-Quartiers ist ein Langzeitprojekt: Nachdem die TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung am 24. Juni 2026 grünes Licht für die Umsetzung gegeben hat, wird der Rückbau der Bestandsgebäude frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen. Die bauliche Entwicklung soll dann in Etappen über mehrere Jahre erfolgen. Die ersten Wohnungen könnten ab 2031 bezugsfertig sein, während die vollständige Fertigstellung des gesamten Quartiers für das Jahr 2035 erwartet wird. Das Projekt, das einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Hamburger Wohnungsmarktes leisten soll, wird von den Fraktionen von SPD und Grünen in der Bezirksversammlung Eimsbüttel begrüßt.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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