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Linke warnt vor Kabelschacht-Kollaps bei Sternbrücken-Transport

today21. Juli 2026 2

Hintergrund
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Hamburg steht vor einem der spektakulärsten Bauvorhaben seiner jüngeren Geschichte: Dem bevorstehenden Transport der neuen Sternbrücke, einem gewaltigen Stahlkoloss von rund 4.200 Tonnen Gewicht, der ab dem 30. Juli 2026 an seinen Bestimmungsort bewegt werden soll. Doch im Vorfeld äußert die Linke in Hamburg ernste Bedenken. Die verkehrspolitische Sprecherin Heike Sudmann warnt eindringlich vor einem möglichen Kollaps von Sielen und Kabelschächten unterhalb der Max-Brauer-Allee, durch die der Schwertransport führen wird.

Die Erneuerung der Sternbrücke ist ein Mammutprojekt und aus Sicht der Deutschen Bahn zwingend notwendig. Das fast 100 Jahre alte Bestandsbauwerk aus dem Jahr 1926 ist laut Gutachtern ermüdet, nicht schweißbar und entspricht nicht mehr den aktuellen technischen Anforderungen. Eine Sanierung wurde umfassend geprüft, jedoch als nicht zielführend verworfen. Die Brücke ist eine der wichtigsten Eisenbahnüberführungen Hamburgs und wird täglich von nahezu 900 S-Bahnen, Regional- und Fernzügen genutzt. Das neue Bauwerk, eine 108 Meter lange und 25 Meter hohe Stabbogenkonstruktion, soll eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur für die kommenden Jahrzehnte sichern.

Die Befürchtungen der Linken speisen sich aus einer Traglastermittlung für die Abwassersiele aus dem Jahr 2018, die lediglich eine Belastbarkeit von 3.400 bis 3.600 Tonnen ergeben haben soll. Angesichts des zu erwartenden Brückengewichts, das mit rund 4.200 Tonnen angegeben wird, befürchtet Heike Sudmann, dass die unterirdische Infrastruktur der Straße Schaden nehmen könnte. Der Hamburger Senat hingegen verweist auf Berechnungen und Gutachten der Deutschen Bahn, die die Einhaltung aller Vorgaben und Regelprozesse bestätigen. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse sei jedoch unüblich.

Für den anstehenden Transport wird die rund 108 Meter lange Stahlkonstruktion mithilfe sogenannter Self-Propelled Modular Transporter (SPMTs), auch „Tausendfüßler“ genannt, von der Vormontagefläche durch die Max-Brauer-Allee bis zur Kreuzung mit der Stresemannstraße bewegt. Diese ferngesteuerten Schwerlastfahrzeuge können die gigantische Last mit einer Geschwindigkeit von ein bis zwei Kilometern pro Stunde millimetergenau manövrieren. Die finale Bauphase vor der Inbetriebnahme der neuen Sternbrücke hat bereits am 17. Juli 2026 begonnen, der eigentliche Einhub ist für Ende Juli 2026 geplant, mit einer Fertigstellung des gesamten Bauwerks im ersten Quartal 2027.

Die umfangreichen Bauarbeiten und der Transport haben bereits jetzt massive Auswirkungen auf den Hamburger Verkehr. Die Max-Brauer-Allee zwischen Stresemannstraße und Schulterblatt ist seit dem 26. Juni 2026 voll gesperrt, und ab dem 17. Juli ist auch die Kreuzung Max-Brauer-Allee/Stresemannstraße dicht. Dies führt zu weitreichenden Sperrungen der Gleise zwischen Pinneberg und Hamburg Hauptbahnhof vom 17. Juli bis einschließlich 30. August 2026 und umfangreichen Ausfällen im S-Bahn- und Regionalverkehr. Buslinien müssen umgeleitet werden, und für den Autoverkehr wurden großräumige Ausweichrouten über die Elbchaussee, Palmaille, Sankt Pauli Hafenstraße sowie über die Holstenstraße und die Reeperbahn eingerichtet, für die sogar neun Ampelanlagen spezielle Steuerungsprogramme erhalten.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Geschrieben von: Redaktion

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