Hamburg Update

Kein Fahrstuhl an der U1-Haltestelle Wandsbek Markt für 16 Wochen

today20. Juli 2026 2

Hintergrund
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An der U1-Haltestelle Wandsbek Markt fällt der einzige Fahrstuhl für die kommenden 16 Wochen aus, was weitreichende Folgen für die Barrierefreiheit dieses zentralen Verkehrsknotenpunkts in Hamburg hat. Ab Montag, dem 27. Juli 2026, bis voraussichtlich Freitag, den 13. November 2026, wird der Aufzug komplett außer Betrieb genommen. Dies bedeutet, dass gehbehinderte Menschen an einem der meistfrequentierten Umsteigepunkte der Stadt für rund vier Monate nicht wie gewohnt die U-Bahn erreichen oder umsteigen können.

Die Hamburger Hochbahn AG erneuert und modernisiert den Aufzug, der nach etwa 21 Jahren Betriebszeit das Ende seiner Lebensdauer aufgrund hoher Belastung erreicht hat. Im Zuge dieser umfangreichen Arbeiten wird die Antriebsart des Fahrstuhls von einem hydraulischen System auf einen elektrischen Seilantrieb umgestellt. Diese technische Umstellung erfordert zusätzliche Umbauten im Schacht und Maschinenraum. Nach Abschluss der Sanierung Mitte November soll ein schnellerer, energiesparenderer und zuverlässigerer Betrieb des Aufzugs gewährleistet sein.

Für Fahrgäste, die auf einen funktionierenden Aufzug angewiesen sind, ist die Haltestelle während dieser Zeit nur eingeschränkt barrierefrei zugänglich. Als alternative Reisemöglichkeit schlägt die Hochbahn vor, mit der U1 eine Haltestelle weiter bis Wandsbeker Chaussee zu fahren und von dort die XpressBus-Linie X22 zum Wandsbek Markt zu nutzen. Fahrgäste werden gebeten, zusätzlich die aktuellen Aushänge vor Ort sowie die Informationen in der hvv switch App, der hvv App oder auf hvv.de zu beachten.

Der U-Bahnhof Wandsbek Markt ist mit der angeschlossenen Busanlage einer der am stärksten frequentierten Verkehrsknotenpunkte Hamburgs, der täglich von insgesamt 114.000 Ein- und Aussteigenden genutzt wird. Trotz des hohen Fahrgastaufkommens steht hier lediglich dieser eine Personenaufzug für den barrierefreien Zugang zum U-Bahnsteig zur Verfügung. Die Notwendigkeit eines zweiten Aufzugs an dieser wichtigen Station wurde in der Vergangenheit bereits von politischen Vertretern wie der CDU-Bezirksfraktion Wandsbek thematisiert, jedoch von der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende bislang abgelehnt.

Die Modernisierung des Aufzugs ist Teil der kontinuierlichen Bemühungen des Hamburger Senats und des HVV, die Mobilität in der Stadt barrierefreier zu gestalten. Viele Schnellbahn- und Regionalverkehrshaltestellen in Hamburg sind bereits barrierefrei ausgebaut, und das Ziel ist es, den barrierefreien Ausbau aller U- und S-Bahn-Haltestellen bis Mitte der 2020er-Jahre abzuschließen. Der HVV bietet zudem eine Livekarte im Internet, die in Echtzeit über den Betriebszustand von Aufzügen informiert, um Fahrgästen die Planung ihrer barrierefreien Route zu erleichtern.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Geschrieben von: Redaktion

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