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Schock für den deutschen Rekordhalter über 100 Meter vom Hamburger SV Owen Ansah: Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) hat ein Ergebnismanagementverfahren gegen den Topsprinter eingeleitet. Hintergrund ist ein möglicher Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen, bei dem Ansah die Verweigerung einer Dopingkontrolle vorgeworfen wird. Trotz des eingeleiteten Verfahrens ist der 25-jährige Leichtathlet des HSV nach Angaben der NADA derzeit nicht vorläufig suspendiert.
Die NADA teilte mit, dass der Vorwurf nicht in einem positiven Dopingtest begründet liegt, sondern in der Verweigerung einer Kontrolle. Gemäß Artikel 2.3 des Anti-Doping-Regelwerks wird die Verweigerung oder das Umgehen einer Dopingkontrolle grundsätzlich ebenso ernst genommen wie andere schwere Verstöße. Eine verweigerte Kontrolle kann demnach wie ein positiver Dopingtest ausgelegt werden und eine Sperre von bis zu vier Jahren nach sich ziehen.
Der Vorfall trifft Ansah in einer Phase außerordentlichen sportlichen Erfolgs. Erst Anfang Juni hatte der für den Hamburger SV startende Sprinter seine eigene nationale Bestmarke um eine Hundertstel auf sensationelle 9,98 Sekunden gedrückt und war damit zum schnellsten Europäer des Jahres 2026 avanciert. Bereits vor zwei Jahren war er in Braunschweig als erster deutscher Sprinter unter der Zehn-Sekunden-Marke geblieben. Zuletzt bestätigte er seine Top-Leistungen mit einer Zeit von 10,01 Sekunden beim Diamond-League-Meeting in Monte Carlo.
Aufgrund der fehlenden vorläufigen Suspendierung darf Owen Ansah weiterhin an Wettkämpfen teilnehmen. Dies bedeutet, dass seine Teilnahme an den bevorstehenden Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid am 25. und 26. Juli, sowie den Europameisterschaften in Birmingham ab dem 10. August, bei denen ihm Medaillenchancen im Einzelrennen und mit der 4×100-Meter-Staffel zugerechnet werden, zunächst nicht in Gefahr ist. Eine Stellungnahme von Ansah zu den Vorwürfen lag bis dato nicht vor.
Das Ergebnismanagementverfahren der NADA beinhaltet die Ermittlung und Bewertung des Sachverhalts eines möglichen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen. Die NADA hat klargestellt, dass die Regelwerke für den Ansah vorgeworfenen Verstoß keine zwingende sofortige Suspendierung vorsehen. Das Verfahren wird nun fortgesetzt, um den Fall vollständig aufzuklären und über mögliche Sanktionen zu entscheiden.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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