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Hyperloop-Teststrecke: Hamburg hält an Planungen fest

today16. Juli 2026 6

Hintergrund
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Hamburg hält trotz des Scheiterns der Olympiabewerbung weiterhin an seinen Plänen für eine Hyperloop-Teststrecke fest. Die Hansestadt prüft dabei weiterhin die Optionen einer Vakuumröhre von Hamburg nach Kiel oder einer Strecke im Schellfischtunnel. Die ursprüngliche Idee, die Hyperloop-Pläne an die Hamburger Olympiabewerbung zu koppeln, wurde nach dem Referendum zwar fallen gelassen, die Bestrebungen für eine Teststrecke bestehen jedoch fort.

Ein aktuell im Gespräch befindliches Konsortium, angeführt von der „Deutsche Rail Operations“ (DRO), favorisiert für eine mögliche Hyperloop-Teststrecke in Hamburg den alten, stillgelegten Schellfischtunnel in Altona. Dieser 960 Meter lange Tunnel, der 1847 erbaut und 1992 endgültig stillgelegt wurde sowie seit 2013 unter Denkmalschutz steht, gilt als idealer Standort. Die Befürworter sehen den Vorteil, dass weder Anwohner gestört noch die Umwelt beeinträchtigt würden.

Die Option einer schnellen Verbindung nach Kiel, die im Zuge der gemeinsamen Olympiabewerbung Hamburgs und Schleswig-Holsteins angedacht war, wird ebenfalls weiterhin diskutiert. Das Hyperloop-Transportsystem basiert auf einer Technologie, bei der eine Kapsel mit Magnetschwebetechnik durch eine nahezu luftleere Röhre gleitet, um Geschwindigkeiten von bis zu 700 Kilometern pro Stunde zu erreichen. Realistischere Geschwindigkeiten für den Personenverkehr liegen jedoch bei etwa 500 Kilometern pro Stunde.

Die Unterstützung für die Hyperloop-Technologie ist sowohl im Koalitionsvertrag der Bundesregierung als auch im Hamburger Senat als Innovationsprojekt verankert. Hamburg hat sein Interesse bekundet, gemeinsam mit dem Bund eine erste technische Referenzstrecke zu bauen, um eine Systemintegration aller Komponenten zu ermöglichen. Weltweit steckt das Konzept noch in den Anfängen, mit wenigen kurzen Teststrecken und ohne regulären Betrieb. In Deutschland gibt es bereits Hyperloop-Teststrecken der Technischen Universität München und in Emden, während das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF) den Entwicklungsstand des Hyperloop-Konzepts objektiv bewertet.

Symbolbild – Foto: Tim Diercks / Pexels

Geschrieben von: Redaktion

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