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Autonome Moia-Kleinbusse starten Testbetrieb
Mit deutlicher Verspätung hat Moia in Hamburg den Testbetrieb mit autonomen Kleinbussen und Fahrgästen aufgenommen. Es sind allerdings weniger selbstfahrende Elektro-Bullis unterwegs als ursprünglich geplant. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt für die Mobilität der Zukunft in Hamburg.
Seit dem heutigen Mittwoch können ausgewählte und vorab registrierte Hamburger Fahrten mit den selbstfahrenden, vollelektrischen VW ID. Buzz über die Moia-App buchen. Eine Buchungsoption über die hvv switch App soll in Kürze ebenfalls zur Verfügung stehen. Das Bediengebiet umfasst zum Start Teile der Stadtteile Winterhude, Barmbek und Wandsbek. Während dieser Testphase sind die Fahrten für die Nutzer kostenfrei.
In dieser aktuellen Testphase plant Moia den Einsatz von bis zu zehn autonomen Bussen. Dies steht im Gegensatz zu früheren Ankündigungen, die von zunächst 25 Fahrzeugen oder sogar tausenden autonomen Shuttles bis 2030 sprachen. Ein wesentliches Merkmal des aktuellen Betriebs ist zudem die Anwesenheit eines Sicherheitsfahrers in jedem Fahrzeug, der im Notfall jederzeit eingreifen kann. Damit ist das System noch nicht vollständig fahrerlos im Sinne von Level-4-Automatisierung. Die Fahrzeuge sind technisch hochgerüstet mit 13 Kameras, neun Lidaren und fünf Radaren, um die Umgebung in Echtzeit zu erfassen.
Der nun gestartete Passagierbetrieb ist Teil des sogenannten „ALIKE“-Projekts, das ein integriertes System für autonome On-Demand-Shuttles in Hamburg entwickelt. Das Projekt wird unter der Gesamtleitung der Hamburger Hochbahn AG durchgeführt und vom Bundesministerium für Verkehr über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt 26 Millionen Euro gefördert. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) betonte, dass autonomes Fahren einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität für alle Menschen leiste und in Hamburg Schritt für Schritt Realität werde.
Hamburg etabliert sich somit als wichtige Modellregion für autonome Mobilität in Europa, mit dem Ziel, bis Ende 2026 oder 2027 den regulären Betrieb aufzunehmen. Während die Verkehrsbehörde ursprünglich bis 2030 bis zu 10.000 autonome Fahrzeuge in der Stadt erwartete, geht sie mittlerweile von einigen Hundert aus. Die Erfahrungen aus dem realen Betrieb sollen dazu dienen, Technologie und Angebot gezielt weiterzuentwickeln und eine Blaupause für die Implementierung der Mobilitätswende in Städten zu liefern.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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