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Rattenplage in Wilhelmsburg

today11. Juli 2026 3

Hintergrund
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RADIO REEPERBAHN Hamburg

In Teilen von Hamburg-Wilhelmsburg, insbesondere in Hinter- und Innenhöfen von Vonovia-Gebäuden, sorgt eine akute Rattenplage für erhebliche Probleme. Die Bezirksversammlung Mitte hat den Vermieter nun eindringlich aufgefordert, entschieden und umfassend gegen die Ausbreitung der Nager vorzugehen. Betroffen ist vor allem das Bahnhofsviertel, hier sind die Adressen an der Keindorffstraße, Buddestraße, Thielenstraße und Wittestraße besonders betroffen.

Die Situation im alten Bahnhofsviertel hat sich in den letzten Monaten drastisch verschärft und erreicht mittlerweile untragbare und hygienisch äußerst bedenkliche Zustände. Obwohl das Rattenproblem in den Vonovia-Gebäuden bereits seit mindestens zwölf Jahren bekannt ist und schon 2018 im Regionalausschuss behandelt wurde, scheint die Population nun explosionsartig gewachsen zu sein. Anwohner berichten von Ratten, die sich offen in den Hinter- und Innenhöfen bewegen, kaum Scheu vor Menschen zeigen und erst bei direkter Annäherung die Flucht ergreifen.

Besorgniserregend sind die sichtbaren Spuren der Ratten: Große Bereiche, insbesondere um Müllcontainer und an Hauswänden, sind massiv durch Nester untergraben. Es reiht sich ein Rattenloch an das andere, Gehwegplatten versacken, und abgestellte Fahrräder versinken Zentimeter tief im Erdreich. Die Bereiche um die Müllstandplätze sind zudem stark mit Rattenkot verunreinigt. Experten sehen die Hauptursache in einem unlimitierten Nahrungsangebot, das vor allem durch unzureichende Müllentsorgung und offene Müllbehälter entsteht. Tote Ratten wurden bereits direkt neben Kinderspielplätzen gefunden.

Vonovia hat bestätigt, dass das Rattenproblem im Bahnhofsviertel bekannt ist und bereits eine Fachfirma mit der regelmäßigen Auslegung von Giftködern beauftragt wurde. Diese Maßnahmen scheinen jedoch bei dem aktuellen Ausmaß und dem reichlichen Futterangebot nicht auszureichen, um die exponentielle Vermehrung der Nager einzudämmen. Die Bezirksversammlung Mitte hat in einem Beschluss vom 7. Juli 2026 Vonovia aufgefordert, umgehend zu handeln.

Zu den geforderten Maßnahmen zählen eine intensive und wirkungsvolle Bekämpfung der Rattenpopulation, eine radikale Grundreinigung der Hinter- und Innenhöfe, inklusive des Verschlusses und der Entfernung von Rattenlöchern und -verstecken. Zudem sollen die Müllcontainer ausgetauscht und die Müllstandplätze saniert und modernisiert werden, um den Zugang für Ratten und Vögel zu unterbinden. Eine niedrigschwellige Aufklärung der Mieter über den Zusammenhang von Müll und Ratten sowie die damit verbundenen Gesundheitsgefahren und die Notwendigkeit einer rattensicheren Müllentsorgung ist ebenfalls Teil der Forderungen. Vertreter von Vonovia und des Bezirksamtes sollen zudem im September 2026 dem Regionalausschuss über die Entwicklung und die ergriffenen Maßnahmen berichten.

Die Rattenplage stellt eine ernsthafte hygienische Bedrohung dar, da Ratten als Überträger von Viren, Bakterien und Parasiten gelten. Anwohner fühlen sich durch die ekelhaften Zustände in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt, einige trauen sich aus Abscheu nicht mehr an die Mülltonnen. Die rasche Vermehrung der Nager, bei der eine weibliche Ratte jährlich bis zu 600 Nachkommen haben kann, macht ein schnelles und konsequentes Eingreifen unabdingbar, um die Situation nachhaltig zu verbessern.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Geschrieben von: Redaktion

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