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Hamburger Unternehmen bereiten sich auf den Ernstfall vor: Am 24. September 2026 findet in der Hansestadt die Übung „Red Storm Business“ statt, bei der rund 150 Firmen Krisenszenarien wie Stromausfälle oder Cyberangriffe durchspielen wollen. Die Handelskammer Hamburg organisiert diesen Aktionstag, um die Resilienz der Unternehmen zu stärken und sie besser auf mögliche Notfälle vorzubereiten. Ziel ist es, Betriebe aller Größen und Branchen dabei zu unterstützen, vom abstrakten Bewusstsein für Risiken zu konkretem Handeln zu kommen und ihre Handlungsfähigkeit auf den Prüfstand zu stellen.
Im Fokus der Übung stehen praxisnahe Szenarien, die die Unternehmen eigenständig in ihren Betrieben durchspielen können. Insbesondere ein längerer Stromausfall ist dabei als zentrales Krisenszenario vorgesehen, um mögliche Schwachstellen zu identifizieren und Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der eigenen Krisenvorsorge zu gewinnen. Cyberangriffe, Stromausfälle und Störungen kritischer Infrastruktur gelten inzwischen als fester Bestandteil des Risikoumfelds vieler Unternehmen. Die Handelskammer Hamburg betont, dass eine gute Krisenvorbereitung dazu beiträgt, schneller und effizienter auf Ausnahmesituationen zu reagieren und den Geschäftsbetrieb zu sichern.
Die Handelskammer Hamburg initiierte „Red Storm Business“ erstmals als hamburgweiten Aktionstag zur Krisenvorsorge und arbeitet dabei mit Partnern wie der Handwerkskammer Hamburg, dem UVNord und dem AGA Unternehmensverband zusammen. Diese Initiative ist eng verbunden mit einer breiteren Strategie der Kammer, die Resilienz des Wirtschaftsstandorts zu stärken. Die Übung findet zudem parallel zur zivil-militärischen Übung „Red Storm Charlie“ statt, die vom Hamburger Landeskommando der Bundeswehr organisiert wird, um die gemeinsame Reaktion von Militär, Blaulichtorganisationen und Unternehmen auf Krisenfälle zu trainieren.
Diese Verknüpfung der betrieblichen Krisenvorsorge mit einer zivil-militärischen Übung stößt jedoch auch auf Kritik. Ein Mitglied der Handelskammer Hamburg protestierte in einem offenen Brief vom 1. August 2026 gegen die Einbindung von Unternehmen in eine zivil-militärische Gesamtübung. Der Protest richtet sich nicht gegen die Notwendigkeit betrieblicher Krisenvorsorge, sondern kritisiert, dass eine öffentlich-rechtliche Kammer mit Pflichtmitgliedschaft ihre Mitglieder nicht in den Kommunikationsrahmen einer Bundeswehrübung hineinziehen dürfe, da dies rechtliche und politische Fragen aufwerfe. Es wird gefordert, „Red Storm Business“ organisatorisch und kommunikativ von „Red Storm Charlie“ zu entkoppeln.
Ungeachtet dieser Debatte unterstreicht die Handelskammer die Verantwortung der Wirtschaft, die Resilienz des Standorts zu stärken. Jedes Unternehmen, das sich mit Krisenvorsorge beschäftigt, trage nicht nur zur eigenen Handlungsfähigkeit bei, sondern auch zur Stabilität von Lieferketten und zur Versorgungssicherheit der Region. Die Teilnahme an „Red Storm Business“ ist kostenfrei und ermöglicht den Unternehmen, in einem geschützten Rahmen ihre Handlungsfähigkeit zu testen, bevor es auf den Ernstfall ankommt.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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