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Anti-Kriegs-Denkmal „Trauerndes Kind“ zurück in Harburg

today7. August 2026 7

Hintergrund
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Das Anti-Kriegs-Denkmal „Trauerndes Kind“ kehrt nach Harburg zurück, nachdem es vor rund einem Jahr gestohlen und zerstört wurde. Die wertvolle Bronzeskulptur, die ursprünglich vor der St. Johannis-Kirche stand, wird derzeit wieder zusammengesetzt, um ihren Platz im öffentlichen Raum erneut einzunehmen. Die erfolgreiche Sicherstellung des Kunstwerks war maßgeblich durch die gute Vernetzung der Hamburger Polizei mit potenziellen Einschmelzern möglich.

Die rund 90 Zentimeter hohe und etwa 100 Kilogramm schwere Figur des Harburger Künstlers Hendrik-André Schulz wurde 1988 im Rahmen eines Wettbewerbs geschaffen und am 1. September desselben Jahres eingeweiht. Sie zeigt ein weinendes, kniendes Kind inmitten zerschossener Soldatenhelme und wurde als Gegendenkmal zu der bereits seit 1932 bestehenden, als kriegsverherrlichend kritisierten Statue „Der Soldat“ vor der St. Johannis-Kirche aufgestellt. Der Diebstahl erfolgte im Juli 2025, wobei mutmaßlich zeitgleich auch das „Blumenmädchen“, eine weitere Bronzestatue, in der Nähe entwendet wurde.

Die intensive Fahndung der Hamburger Polizei führte schließlich im Winter 2025 zum Erfolg, als das Landeskriminalamt das Kunstwerk auf der Veddel sicherstellen konnte. Ein entscheidender Hinweis kam von einem Schrotthändler, dessen Mitarbeiter die Statue, leider in zwei Teilen zersägt und erheblich beschädigt, aufgefunden hatten. Das „Trauernde Kind“ war von den Dieben brutal vom Boden gerissen und dabei verstümmelt worden, unter anderem mit halb abgeschnittenen Händen und einem Loch am linken Fuß. Der Erlös für die Diebe hätte lediglich zwischen 500 und 700 Euro betragen, während der Schaden und die Restaurierungskosten deutlich höher liegen.

Trotz der erheblichen Beschädigungen besteht die Möglichkeit, die Skulptur fachgerecht zu restaurieren. Die Gießerei Edel und Stahl hat bereits ihre Bereitschaft erklärt, die notwendigen Arbeiten zu übernehmen. Die Kosten für die Restaurierung belaufen sich auf rund 5.500 Euro, welche das Bezirksamt Harburg tragen wird. Bezirksamtsleiter Christian Carstensen betonte die Bedeutung des Denkmals als „berührendes Zeichen“ gegen Großmachtstreben und kündigte an, dass das Bezirksamt die Figur gemeinsam mit der Kirchengemeinde Harburg-Mitte noch in diesem Jahr zügig wieder an ihren ursprünglichen Platz bringen wird. Dort soll das Mahnmal erneut für alle Menschen sichtbar machen, dass „Krieg, Hass und Hetze stets zu Elend und Verzweiflung führen“.

Gleichzeitig wird geprüft, wie das Kunstwerk künftig besser verankert werden kann, um es vor möglichen Nachahmungstätern zu schützen, wenngleich eine hundertprozentige Sicherung von Kunst im öffentlichen Raum nur schwer zu gewährleisten ist. Die Erleichterung in der Harburger Bevölkerung über die Wiederauffindung und die bevorstehende Rückkehr des „Trauernden Kindes“ ist groß, da es ein wichtiges Symbol für Frieden und Besinnung darstellt.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Geschrieben von: Redaktion

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