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Die Badestelle Ost am Eichbaumsee im Bezirk Bergedorf ist mit sofortiger Wirkung wegen einer Massenentwicklung von Blaualgen, auch Cyanobakterien genannt, für den Badebetrieb gesperrt worden. Dies teilte das Bezirksamt Bergedorf mit und reagiert damit auf aktuelle Untersuchungsergebnisse, die eine deutliche Überschreitung der geltenden Grenzwerte aufzeigten. Die Sperrung des Eichbaumsees reiht sich ein in eine Reihe von Warnhinweisen, die derzeit für weitere Hamburger Badegewässer ausgegeben werden und weitere Einschränkungen für Badegäste bedeuten könnten.
Konkret wurde am Eichbaumsee (Badestelle Ost) eine Cyanobakterien-Chlorophyllkonzentration von 28,9 µg/l nachgewiesen, was über der zweiten Warnstufe des Umweltbundesamtes liegt, deren Grenzwert bei 24 µg/l angesiedelt ist. Erst am 29. Juli 2026 wurde das zuvor bestehende Badeverbot für diese Badestelle aufgehoben, da die Konzentration mit 22 µg/l zwar über der ersten Warnstufe (12 µg/l), aber unterhalb der zweiten lag. Die Badestelle Nord des Eichbaumsees bleibt indes weiterhin dauerhaft gesperrt. Auch am Allermöher See wurde eine erhöhte Konzentration von Cyanobakterien festgestellt, mit einem Messwert von 16,9 µg/l, der oberhalb der ersten Warnstufe liegt. Hier besteht zwar derzeit kein Badeverbot, es wird jedoch zu besonderer Vorsicht aufgerufen.
Blaualgen sind eigentlich keine Algen, sondern Cyanobakterien, die unter bestimmten Umständen Giftstoffe (Cyanotoxine) produzieren können. Ihre massenhafte Vermehrung, bekannt als Algenblüte oder Wasserblüte, wird durch mehrere Faktoren begünstigt. Dazu gehören hohe Nährstoffgehalte in den Gewässern, insbesondere Phosphor und Stickstoff, sowie lang anhaltend warme Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung. Experten weisen darauf hin, dass der Klimawandel das vermehrte Auftreten solcher Algenblüten begünstigt. Der Kontakt mit den giftigen Substanzen oder das Verschlucken von betroffenem Wasser kann bei Menschen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen, gerötete Augen und Atemnot hervorrufen. Auch für Haustiere, insbesondere Hunde, stellen Blaualgen eine ernsthafte Gefahr dar.
Neben dem Eichbaumsee und dem Allermöher See gibt es auch für das Sommerbad Volksdorf Warnhinweise aufgrund von Blaualgen. Die Badesaison 2026 in Hamburg begann am 8. Mai mit insgesamt 16 offiziellen Badestellen an 14 Gewässern. Die Wasserqualität wird während der Saison regelmäßig alle drei Wochen von den Bezirksämtern durch Probenentnahmen überwacht und bei Verdacht auf Algenblüten zusätzlich auf Cyanobakterien untersucht. Badegästen wird geraten, wachsam zu sein: Sollten die Füße im knietiefen Wasser nicht mehr klar erkennbar sein, sollte nicht gebadet werden. Auch auffällig grünlich oder bläulich-grün gefärbtes Wasser, Schlieren oder Algenteppiche an der Oberfläche sind deutliche Indikatoren für eine Blaualgenbelastung. Der direkte Kontakt mit solchen Ansammlungen sollte unbedingt vermieden und spielende Kinder sowie Haustiere vom Ufer ferngehalten werden.
Im Falle eines Kontaktes mit Blaualgen wird empfohlen, die betroffenen Stellen umgehend mit sauberem Wasser abzuspülen. Treten Symptome wie Hautreizungen oder Übelkeit auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Die dynamische Natur der Blaualgenentwicklung bedeutet, dass die Situation an den Badegewässern sich schnell ändern kann, oft abhängig von Windrichtung und Wetterlage. Es ist daher ratsam, sich vor einem Besuch stets über die tagesaktuellen Hinweise auf den Webseiten der Stadt Hamburg zu informieren.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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