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Eichbaumsee wegen Blaualgen gesperrt – Sorge um weitere Badeseen

today4. August 2026 3

Hintergrund
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Hamburgs Badeseen stehen in diesem Sommer erneut im Fokus der Umweltbehörden. Aktuell hat das Bezirksamt Bergedorf die Badestelle Ost am Eichbaumsee aufgrund einer erhöhten Konzentration von Blaualgen, auch Cyanobakterien genannt, für den Badebetrieb gesperrt. Dies ist eine direkte Folge der festgestellten Cyanobakterien-Chlorophyllkonzentration von 28,9 Mikrogramm pro Liter, welche deutlich über dem zweiten Warnwert des Umweltbundesamtes von 24 Mikrogramm pro Liter liegt. Die Badestelle Nord des Eichbaumsees bleibt bereits dauerhaft gesperrt, und im Sommer kommt es dort häufig zur massenhaften Bildung von giftigen Blaualgen.

Die Problematik der Blaualgen beschränkt sich jedoch nicht allein auf den Eichbaumsee. Auch für andere beliebte Hamburger Badegewässer gibt es bereits erste Warnhinweise. So weist das Bezirksamt auf eine erhöhte Konzentration von Cyanobakterien im Allermöher See hin, wo ein Wert von 16,9 Mikrogramm pro Liter gemessen wurde – oberhalb der ersten Warnstufe des Umweltbundesamtes. Ein Badeverbot ist dort derzeit zwar nicht ausgesprochen, besondere Vorsicht ist jedoch geboten. Zudem sind für das Sommerbad Volksdorf ebenfalls Blaualgenwarnungen aktuell. Eine weitere Einschränkung für Badegäste stellen Zerkarien, Larven von Saugwürmern, dar, die im See Hinterm Horn und im Sommerbad Duvenstedt nachgewiesen wurden und eine juckende Badedermatitis auslösen können.

Blaualgen sind eigentlich Bakterien und können bei Massenentwicklung giftige Stoffe bilden, sogenannte Cyanotoxine. Diese Toxine können bei Menschen zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen, geröteten Augen und Atemnot führen, insbesondere wenn Wasser geschluckt wird. Bei Kindern kann dies sogar lebensgefährlich sein. Auch für Hunde und andere Haustiere können Cyanobakterien tödlich sein. Die massenhafte Vermehrung der Blaualgen wird durch anhaltend hohe Temperaturen, viel Sonnenschein, wenig Wind und einen hohen Nährstoffeintrag, insbesondere Phosphor und Stickstoff aus der Landwirtschaft, begünstigt.

Die Wasserqualität der Hamburger Badegewässer wird während der Badesaison regelmäßig vom Institut für Hygiene und Umwelt untersucht. Badegäste werden dringend gebeten, aufmerksam zu sein: Sollten die eigenen Füße im knietiefen Wasser nicht mehr zu sehen sein oder das Wasser grünlich oder bläulich-grün gefärbt wirken, ist vom Baden abzuraten. Ebenso sollte der Kontakt zu Algenteppichen vermieden werden, und spielende Kinder sollten nicht mit dem Wasser und dem Ufersaum in Berührung kommen. Die Umweltbehörde warnt zudem eindringlich davor, Hunde ins Wasser zu lassen oder sie davon trinken zu lassen.

Über die Probleme in den Badeseen hinaus warnt der Hamburger Senat ausdrücklich vor dem Baden in der Elbe. Der Fluss ist aufgrund starker Strömungen durch Tide und Schiffsverkehr, eingeschränkter Sicht unter Wasser, nicht erkennbarer Steilkanten und einer erhöhten bakteriellen Belastung kein ausgewiesenes Badegewässer und birgt Lebensgefahr, selbst für geübte Schwimmer. Es wird empfohlen, die tagesaktuellen Hinweise zu den Badestellen auf der Website der Stadt Hamburg zu prüfen, bevor man ins kühle Nass springt.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Geschrieben von: Redaktion

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