Hamburg Update

850 neue Wohnungen auf Beiersdorf-Gelände in Eimsbüttel geplant

today28. Juli 2026

Hintergrund
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Ein umfassendes Stadtquartier mit rund 850 neuen Wohnungen soll bis 2035 auf dem ehemaligen Beiersdorf-Gelände in Hamburg-Eimsbüttel entstehen und das Stadtbild maßgeblich prägen. Das Projekt, das von der TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung, der Pensionskasse von Beiersdorf, verantwortet wird, umfasst neben Wohnraum auch Gewerbe, Gastronomie und zwei Kindertagesstätten. Das rund 34.000 Quadratmeter große Areal, gelegen zwischen Unnastraße und Quickbornstraße, wurde frei, nachdem Beiersdorf seine Konzernzentrale im Jahr 2023 auf einen neuen Campus an der Beiersdorfstraße verlegt hatte.

Das geplante „Beiersdorf-Quartier“ sieht ausschließlich Mietwohnungen vor, wobei 20 Prozent der Einheiten öffentlich gefördert werden sollen. Das Konzept beinhaltet zudem unterschiedliche Wohnungsgrößen, die auf verschiedene Lebensphasen zugeschnitten sind, darunter auch Wohnraum für Studierende und Senioren sowie Serviced Apartments. Ergänzt wird das Angebot durch Einzelhandel, soziale Einrichtungen und großzügige Freiflächen, die das Quartier zur Nachbarschaft hin öffnen sollen. Geplant sind zudem neue öffentliche Wegeverbindungen, die das bisher abgeschlossene Werksgelände durchquerbar machen. Die zwei Kindertagesstätten sollen perspektivisch rund 150 Plätze bieten.

Die TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung investiert rund 700 Millionen Euro in die Entwicklung dieses zukunftsfähigen Stadtquartiers. Nach einer detaillierten Prüfung hat die Stiftung im Juni 2026 grünes Licht für die Umsetzung des Projekts gegeben, nachdem es rund drei Jahre zuvor aufgrund veränderter Rahmenbedingungen auf dem Bau- und Immobilienmarkt zwischenzeitlich gestoppt worden war. Die Verantwortlichen haben das Vorhaben in den letzten zwei Jahren umfassend überarbeitet und unter anderem das Wohn- und Nutzungskonzept, die Mobilitätsplanung, die Energieversorgung sowie die Freiraumgestaltung angepasst. Die Abrissarbeiten sollen nicht vor Mitte 2027 beginnen, mit den ersten bezugsfertigen Wohnungen ab 2031 und der Gesamtfertigstellung bis 2035.

Ein zentraler Bestandteil des überarbeiteten Plans ist ein umfassendes Mobilitätskonzept, das ein „autoarmes Quartier“ zum Ziel hat. Dazu gehören gebündelte Parkmöglichkeiten, die weitgehend unter die Erde verlagert werden sollen, um oberirdisch mehr Flächen für Grünanlagen, Aufenthaltsbereiche und Fußgänger zu schaffen. Ergänzt wird dies durch Angebote für geteilte Mobilität und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Anwohner haben jedoch Bedenken hinsichtlich der Knappheit von Lebens- und Parkraum geäußert. Die Planung ging einem sechsjährigen Beteiligungsprozess von 2018 bis 2023 unter dem Titel „Stadtmacherei“ voraus, bei dem Bürger und Expertinnen gemeinsam die Entwicklung des neuen Stadtteils mitgestalteten.

Politisch wird das Vorhaben von den SPD- und GRÜNEN-Fraktionen der Bezirksversammlung Eimsbüttel begrüßt, die in dem Projekt eine herausragende Bedeutung für die Schaffung dringend benötigten Wohnraums in zentraler Lage sehen. Sie betonen die Wichtigkeit von gefördertem Wohnraum, besonderen Wohnformen und einer guten Kita-Versorgung. Das Beiersdorf-Quartier soll somit nicht nur dringend benötigten Wohnraum schaffen, sondern auch ein lebendiges und nachhaltiges Stadtstück entwickeln, das sich bewusst zur Nachbarschaft öffnet.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Geschrieben von: Redaktion

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