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Hamburg – Der Hamburger Hafenbetreiber HHLA hat seine Prognose für den Container-Umschlag im laufenden Geschäftsjahr angepasst. Nachdem das Unternehmen ursprünglich einen deutlichen Anstieg im Bereich Hafenlogistik erwartet hatte, müssen diese Erwartungen nun gedämpft werden.
Diese Revision der Prognose begründet die HHLA mit einer Reihe von Faktoren, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt haben. Dazu gehören weitreichende Umbaumaßnahmen zur Automatisierung der Hamburger Containerterminals sowie umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen im Schienennetz, die im bisherigen Jahresverlauf zu stärkeren operativen Beeinträchtigungen führten als ursprünglich angenommen. Diese Projekte, wie die vollständige Inbetriebnahme neuer ferngesteuerter Containerbrücken am Container Terminal Altenwerder und die Einführung des neuen Terminalbetriebssystems N4, verzögern sich teilweise bis ins erste Quartal 2027.
Zusätzlich belasten ein herausforderndes gesamtwirtschaftliches Umfeld und anhaltende geopolitische Unsicherheiten die Geschäfte des Hafenlogistikers. Erhebliche Auswirkungen hatte zudem ein heftiger Wintereinbruch zu Jahresbeginn, der den Betrieb in Hamburg zeitweise stark beeinträchtigte und dessen Effekte im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich nicht vollständig kompensiert werden können. Der konzernweite Containerumschlag der HHLA sank im ersten Quartal 2026 um 5,3 Prozent auf 1,462 Millionen Standardcontainer (TEU) im Vergleich zum Vorjahr. Der gesamte Hamburger Hafen verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Rückgang des Containerumschlags um 1,6 Prozent auf 2,0 Millionen TEU.
Für den Teilkonzern Hafenlogistik prognostiziert die HHLA nunmehr einen leichten Rückgang des Containerumschlags im Vergleich zum Vorjahr. Auch für den Containertransport werden die Erwartungen angepasst: Statt eines starken Anstiegs wird nun lediglich ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr angenommen. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) auf Konzernebene wird nun in einer Bandbreite von 150 bis 170 Millionen Euro erwartet, nach einer vorherigen Schätzung von 175 bis 195 Millionen Euro.
Die Entwicklung der Umschlagzahlen im ersten Quartal zeigte auch geografische Verschiebungen. Während der Verkehr mit dem wichtigsten Partnerland China um drei Prozent und der mit den USA um 24,5 Prozent zurückging, gab es Wachstumsimpulse aus Indien mit einem Plus von 14,8 Prozent, Malaysia mit 54,5 Prozent und Singapur mit 5,2 Prozent. Trotz der genannten Belastungen konnte die HHLA ihren Konzernumsatz im ersten Quartal leicht um 3,5 Prozent auf 450,9 Millionen Euro steigern.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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