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Fördermittel für Reeperbahn-Festival halbiert: Kultursenator warnt vor Folgen

today16. Juli 2026 3

Hintergrund
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Fördermittel für Reeperbahn-Festival halbiert: Kultursenator warnt vor Folgen

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda hat angesichts der geplanten massiven Kürzung der Fördermittel für das Reeperbahn Festival deutliche Bedenken geäußert und warnt vor einer möglichen Schwächung der Musikbranche in der Hansestadt. Die Kürzung um die Hälfte, die im Entwurf des Bundeshaushalts für 2027 vorgesehen ist, sorgt in der Hamburger Kulturlandschaft für erhebliche Kritik.

Nach dem vorliegenden Haushaltsentwurf des Bundes soll die Förderung für das Reeperbahn Festival von bislang 6,275 Millionen Euro auf nur noch drei Millionen Euro im Jahr 2027 sinken, was einem Minus von mehr als 50 Prozent entspricht. Bereits für das laufende Jahr 2026 wurden die Mittel den Angaben zufolge auf rund 4,5 Millionen Euro gekürzt. Verantwortlich für diesen Sparkurs ist Bundeskulturstaatsminister Wolfram Weimer, dessen Behörde den „verschärften Konsolidierungsdruck“ im Haushalt als Grund für die Prüfung mehrerer Förderprogramme anführt. Es handelt sich hierbei jedoch noch um einen Haushaltsentwurf, dessen endgültige Mittelvergabe vom Bundestag entschieden wird.

Die Hamburger SPD-Fraktion und ihr Sprecher für Kreativwirtschaft, Hansjörg Schmidt, kritisieren die Pläne scharf und betonen, dass „Wer das Reeperbahn Festival schwächt, schwächt den Musikstandort Deutschland“. Schmidt bezeichnet Weimers Kulturpolitik als „einseitige Schwerpunktsetzung“, insbesondere da die Bundeszuschüsse für die Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele im gleichen Zeitraum offenbar steigen sollen. Kultursenator Brosda zeigte sich ebenfalls besorgt und äußerte die Hoffnung, dass sich im weiteren Haushaltsverfahren im Bundestag noch Möglichkeiten ergeben, eine Bundesfinanzierung sicherzustellen, die der herausragenden Bedeutung des Festivals gerecht wird.

Das Reeperbahn Festival gilt als Deutschlands wichtigstes Festival für Clubkultur und Popmusik sowie als einer der bedeutendsten internationalen Branchentreffpunkte der Musikwirtschaft. Es wird als „Leuchtturm der deutschen und europäischen Musikwirtschaft“ beschrieben und trägt maßgeblich zur kulturellen Vielfalt und internationalen Strahlkraft Hamburgs und des Musikstandorts Deutschland bei. Die Kürzungen betreffen nicht nur das Festival selbst, sondern auch weitere zentrale Einrichtungen der Musikbranche, darunter die Initiative Musik, deren Förderung von 19,25 auf 15 Millionen Euro sinken soll, sowie den Festival-Förderfonds und den Amateurmusikfonds.

Während Hamburg in der Vergangenheit bereits erhebliche zusätzliche Landesmittel bereitgestellt hat, um frühere Kürzungen des Bundes abzufedern, wird betont, dass die Förderung der gesamten deutschen Musikbranche nicht allein Aufgabe Hamburgs sein kann. Die geplanten Einschnitte könnten weitreichende Folgen für die Festival- und Clubszene haben und die Fördertöpfe für aufstrebende Bands spürbar verkleinern. Dies steht im Kontrast zu Ländern wie Großbritannien, die mit Programmen wie „Turn It Up: Our Plan for Music“ zusätzliche Mittel für ihre Musikbranche bereitstellen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Geschrieben von: Redaktion

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