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Rekordwert bei abgeschleppten Autos in Hamburg

today16. Juli 2026 2

Hintergrund
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RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet: Die Hansestadt verzeichnet im ersten Halbjahr dieses Jahres einen deutlichen Anstieg bei den abgeschleppten Fahrzeugen. Insgesamt wurden 17.200 Autos von Hamburgs Straßen entfernt, ein Wert, der seit sieben Jahren nicht mehr erreicht wurde. Dieser Rekord bei den Abschleppvorgängen führte auch zu neuen Höchstwerten bei den Einnahmen der Stadt.

Die Einnahmen aus Abschleppvorgängen erreichten bis Juni dieses Jahres einen neuen Rekordwert von knapp 8,8 Millionen Euro. Dies entspricht fast einer Verdoppelung der Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und einem Zuwachs von 26 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2024. Der Senat erklärt die gestiegenen Einnahmen unter anderem mit dem Einsatz von zusätzlichem Personal im ersten Halbjahr, um Rückstände aufzuarbeiten. Zudem wurde die in Rechnung gestellte Amtshandlungsgebühr zwischenzeitlich um 14 Prozent erhöht.

Für die betroffenen Autofahrer bedeutet ein abgeschlepptes Fahrzeug oft erhebliche Kosten. Es gibt preislich einen großen Unterschied, ob ein Auto lediglich auf einen freien Parkplatz in der Nähe umgesetzt oder zu einer der Hamburger Verwahrstellen gebracht wird. Bei einer Umsetzung fallen je nach Fall zwischen 151,38 und 309,30 Euro an, zuzüglich einer Amtshandlungsgebühr von 112 Euro und eines Gemeinkostenzuschlags von 81,20 Euro. Wird das Fahrzeug jedoch sichergestellt und in eine Verwahrstelle gebracht, liegen die Kosten allein für die Sicherstellung zwischen knapp 227 und gut 439 Euro, ergänzt um eine Amtshandlungsgebühr von 89 Euro und eine Verwahrgebühr von 145 Euro für die ersten 24 Stunden. Für jeden weiteren Tag werden 15,30 Euro berechnet. Insgesamt kann ein sichergestelltes Fahrzeug den Halter zwischen 450 und 600 Euro kosten.

Besonders auffällig ist die steigende Anzahl der Fahrzeuge, die in Verwahrstellen gebracht werden, anstatt sie nur umzusetzen. Im vergangenen Jahr (2025) wurden 62,8 Prozent der abgeschleppten Fahrzeuge sichergestellt, während nur 37,2 Prozent umgesetzt wurden. Dieser Anteil hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht; im ersten Halbjahr 2019 waren es noch 44,5 Prozent, im Jahr 2023 bereits 59 Prozent. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Philipp Heißner, kritisiert diese Entwicklung scharf und spricht von „Abzocke“. Er bemängelt, dass fast zwei Drittel der Fahrzeuge sichergestellt statt umgesetzt werden, die Gebühren erneut steigen und die Einnahmen der Stadt „geradezu explodiert“ seien. Dies führe zu einer gezielten Belastung der Hamburgerinnen und Hamburger, so Heißner, der darin eine Folge der „Parkplatzvernichtungskampagne“ des grünen Verkehrssenators sieht. Der Senat verweist seinerseits darauf, dass stets geprüft werde, ob geeignete freie Parkplätze in der Nähe vorhanden seien.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Geschrieben von: Redaktion

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