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Der soziale Wohnungsbau kommt in Hamburg nur schleppend voran, eine Entwicklung, die sich auch bundesweit abzeichnet. Deutschlandweit fehlen nach Berechnungen des Pestel Instituts rund 1,4 Millionen Wohnungen, wobei sich diese Zahl auf den Wohnungsbestand Ende 2024 bezieht. Das Defizit ist besonders groß bei bezahlbarem Wohnraum. Die Ursache für den stockenden Bau liegt dabei weniger am fehlenden Geld als vielmehr an zu zähen Verfahren.
Auch in der Hansestadt Hamburg spitzte sich die Wohnungsbaukrise im vergangenen Jahr zu. Im Jahr 2025 wurden in Hamburg lediglich 5.976 neue Wohnungen fertiggestellt, was einem Rückgang von 28 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Damit blieb Hamburg deutlich unter seinem selbst gesteckten Ziel von jährlich 10.000 neuen Wohnungen. Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD) führte den Rückgang auf die erwarteten Spätauswirkungen einer massiven Bau- und Immobilienkrise zurück, geprägt von explodierenden Kosten, hohen Zinsen und schwierigen Finanzierungsbedingungen sowie geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen im Jahr 2023.
Der Mangel an Wohnraum betrifft vor allem Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen. Während Ende 2024 bundesweit noch etwa 1,05 Millionen Sozialwohnungen erfasst waren, fielen allein im Jahr 2025 über 57.000 Einheiten aus der Sozialbindung, sodass der Bestand um rund 20.000 Sozialwohnungen schrumpfte. In Hamburg haben etwa 643.000 Haushalte Anspruch auf eine Sozialwohnung, doch dem standen zuletzt keine 78.000 Sozialwohnungen mehr gegenüber. Die Bundesregierung plant jedoch, die Förderung des sozialen Wohnungsbaus deutlich zu erhöhen und sieht für 2027 3,3 Milliarden Euro vor, nach 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2026.
Um die Verfahren zu beschleunigen und das Bauen zu vereinfachen, trat in Hamburg zum 1. Januar 2026 eine Neufassung der Hamburgischen Bauordnung (HBauO) in Kraft. Diese ermöglicht schnellere Baugenehmigungen, vereinfacht Umbauten im Bestand und führt für bestimmte kleinere Wohngebäude eine sogenannte Genehmigungsfreistellung ein. Zudem können Bauanträge nun über den neuen, länderübergreifenden Online-Dienst „Digitale Baugenehmigung“ eingereicht werden. Die Bearbeitungsdauer für Baugenehmigungen in Hamburg kann im vereinfachten Verfahren sechs bis zehn Wochen betragen, im regulären Verfahren acht bis vierzehn Wochen, wobei die tatsächliche Dauer vom Umfang des Vorhabens und der Qualität der eingereichten Unterlagen abhängt.
Trotz dieser Bemühungen steigen die Anfangsmieten im geförderten Wohnungsbau in Hamburg. Für 2025 stiegen sie um 15 Cent pro Quadratmeter, mit weiteren 60 Cent im Jahr 2026. Dies führt dazu, dass die Mieten im ersten Förderweg bei fast 8 Euro nettokalt pro Quadratmeter liegen, im zweiten Förderweg bei rund 10 Euro und im dritten Förderweg bei rund 14 Euro. Diese Entwicklung stößt auf Kritik, wie sie etwa von der wohnungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion geäußert wurde, die einen Mietendeckel und mehr Sozialwohnungen fordert. Die Herausforderung für RADIO REEPERBAHN Hamburg und andere Medien bleibt es, die Öffentlichkeit über diese komplexen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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