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Für große Aufregung in Hamburg sorgt derzeit die klare Stellungnahme im ergänzenden Planfeststellungsbeschluss zum geplanten Bau der Autobahn A26-Ost: Klimaschutz wird demnach keine Priorität eingeräumt. Diese Entscheidung facht die bereits seit langem schwelenden Diskussionen um das Milliardenprojekt im Hamburger Süden erneut an. Sie steht im Kontrast zu einem wegweisenden Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Oktober 2025.
Das Bundesverwaltungsgericht hatte den ursprünglichen Planfeststellungsbeschluss für den ersten Bauabschnitt in Moorburg als „rechtswidrig und nicht vollziehbar“ erklärt. Die Richter monierten, dass die Klimaauswirkungen verschiedener Trassenvarianten nicht ausreichend geprüft und somit gegen das Bundes-Klimaschutzgesetz verstoßen worden war. Das Gericht hatte die Planung zwar nicht grundsätzlich gestoppt, aber den Verantwortlichen „Hausaufgaben“ auferlegt, um die Klimaaspekte nachzubessern.
Nun liegt der ergänzende Planungsbeschluss der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation für den Abschnitt 6a (Moorburg) vor. Trotz der gerichtlichen Beanstandungen halten die Planungsgesellschaft DEGES und die Planfeststellungsbehörde an der bereits favorisierten „Süd 1“-Trasse fest. Dies geschieht, obwohl interne Prüfungen ergeben haben sollen, dass bis zu drei alternative Streckenführungen weniger klimaschädlich wären. Insbesondere die Inanspruchnahme von wertvollen Moor- und Torfböden im Hamburger Süden auf einer Fläche von bis zu 66 Hektar wird von Kritikern als problematisch angesehen. Die bauvorbereitenden Arbeiten für diesen rund zwei Kilometer langen Abschnitt, der vom Autobahnkreuz Hamburg-Hafen an der A7 bis zur Anschlussstelle Hamburg-Moorburg reichen soll, sind derweil wieder angelaufen.
Umweltverbände wie der NABU und der BUND äußerten sich enttäuscht und prüften bereits eine erneute Klage. Sie werfen der DEGES vor, die vom Gericht geforderte neue Klimaprüfung nicht ergebnisoffen vorgenommen zu haben. Die mangelnde Unabhängigkeit der Planfeststellungsbehörde, die in der Wirtschaftsbehörde angesiedelt ist, wird dabei ebenfalls kritisiert. Für die Redaktion von RADIO REEPERBAHN Hamburg bleibt dieses Thema, das den Ausbau der Infrastruktur und den Umweltschutz in unserer Stadt betrifft, weiterhin im Fokus.
Die A26-Ost, auch bekannt als Hafenpassage, soll die A7 mit der A1 verbinden und somit den Hafenverkehr bündeln sowie bestehende Straßenverbindungen wie die Köhlbrandbrücke entlasten. Die voraussichtlichen Kosten für das fast zehn Kilometer lange Projekt sind zuletzt von rund 2,4 auf knapp 2,6 Milliarden Euro gestiegen. Die Diskussion um den ökologischen Fußabdruck und die Notwendigkeit dieses Bauvorhabens wird in Hamburg somit mit Nachdruck fortgesetzt.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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