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today26. Oktober 2026
Ein internes Schreiben des Hamburger AfD-Landeschefs Dirk Nockemann, in dem er deutliche Kritik am Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla äußert, ist aus einem Hacker-Datensatz der AfD öffentlich geworden. Dies hat RADIO REEPERBAHN Hamburg erfahren und wird nun ausführlich beleuchtet. Die E-Mail von Nockemann tauchte im Zuge eines umfangreichen Datenlecks auf, das die Alternative für Deutschland kürzlich getroffen hat.
Der Vorfall betrifft einen massiven Hackerangriff auf einen Hosting-Dienstleister, den die Partei nutzte, und ereignete sich im September 2026. Dabei wurden Berichten zufolge hunderttausende E-Mails, teils über 420.000 bis 421.000, sowie mehr als 100.000 weitere Dateien entwendet. Die geleakten Daten umfassen dem Vernehmen nach sensible Informationen wie Bankauszüge, akademische Zeugnisse, Mitgliederdaten und private Korrespondenzen. Obwohl die AfD die Schwere des Angriffs zunächst herunterspielte und angab, die meisten betroffenen E-Mail-Konten seien seit Jahren nicht mehr aktiv gewesen, stammen einige der veröffentlichten Nachrichten aus jüngster Zeit, teilweise noch vom September 2026.
Die Kritik des Hamburger Landesvorsitzenden reiht sich ein in eine Serie interner Spannungen innerhalb der AfD, die Bundeschef Tino Chrupalla immer wieder begleiten. So stand Chrupalla bereits in der Vergangenheit wegen seiner Äußerungen zur Russlandpolitik und dem Krieg in der Ukraine unter innerparteilichem Beschuss. Auch seine Haltung zu früheren US-Präsidenten wie Donald Trump, dessen Wahlversprechen er als nicht eingehalten kritisierte, sorgte bereits für Diskussionen. Nach schwachen Wahlergebnissen im Jahr 2022 gab es zudem bereits Rufe nach einem Führungswechsel, denen Chrupalla entgegenhielt.
Dirk Nockemann selbst ist seit November 2017 Landesvorsitzender der AfD Hamburg und führt seit Oktober 2018 auch die Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, seit März 2021 als alleiniger Fraktionschef. Der Volljurist ist eine bekannte Persönlichkeit in der Hamburger Politik und war bereits von 2003 bis 2004 Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg als Mitglied der Partei Rechtsstaatlicher Offensive. Für die bevorstehende Bürgerschaftswahl 2025 ist er erneut als Spitzenkandidat der AfD Hamburg nominiert.
Der erneute Leak sensibler Daten und die daraus hervorgehende interne Kritik aus der Hansestadt dürften die ohnehin schon angespannten Debatten innerhalb der AfD weiter befeuern und die Partei vor neue Herausforderungen stellen. Die Echtheit der nun öffentlich gewordenen E-Mails ist zwar noch nicht vollständig unabhängig bestätigt, doch bestätigen Parteikreise die Authentizität der Dokumente, wenngleich KI-generierte Zusammenfassungen auf den Leak-Seiten Ungenauigkeiten enthalten könnten.
Symbolbild – Foto: Tranmautritam / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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