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Für alle Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer in Hamburg steht ab Januar 2027 eine spürbare Änderung an: Die Hansestadt erhöht die Hundesteuer in den meisten Fällen von derzeit 90 Euro auf 120 Euro pro Tier und Jahr. Dies entspricht einer Anhebung um 33,3 Prozent. Es ist die erste Erhöhung dieser Abgabe seit über 25 oder sogar 30 Jahren, da der Satz zuletzt 1995 angepasst wurde.
Eine wichtige Ausnahme von dieser Neuregelung betrifft Hunde aus Tierheimen in Hamburg. Wer ab 2027 einen Vierbeiner aus einem Hamburger Tierheim bei sich aufnimmt, wird für die ersten drei Jahre vollständig von der Hundesteuer befreit sein. Bisher galt für Tierheimhunde lediglich eine Ermäßigung auf 48 Euro für das erste Jahr. Diese Maßnahme soll einen Anreiz schaffen, gerade älteren oder schwer vermittelbaren Hunden ein neues Zuhause zu geben und damit die oft überfüllten Hamburger Tierheime zu entlasten. Ähnliche positive Erfahrungen wurden bereits in anderen Großstädten wie Berlin gemacht.
Die Erhöhung der Hundesteuer, die auch für sogenannte gefährliche Hunde von 600 auf 900 Euro steigt, ist Teil von Bemühungen des Hamburger Senats, die kommunalen Einnahmen angesichts angespannter Haushaltslagen und gestiegener Kosten zu stärken. Mit der Anpassung der Sätze auf 120 Euro liegt Hamburg zukünftig im Mittelfeld der deutschen Großstädte. Die Finanzbehörde rechnet mit Mehreinnahmen aus der Hundesteuer in Höhe von voraussichtlich 1,8 Millionen Euro.
Die Zuständigkeit für die Festsetzung der Hundesteuer liegt in Hamburg beim Finanzamt für Verkehrsteuern und Grundbesitz. Neben der neuen Tierheim-Regelung bestehen weiterhin andere Befreiungsmöglichkeiten, beispielsweise für Empfänger von Bürgergeld oder ähnlichen Sozialleistungen für einen Hund (ausgenommen gefährliche Hunde) sowie für anerkannte Assistenzhunde von Menschen mit Behinderung.
Während die Stadt Hamburg mit der Steuererhöhung auf höhere Einnahmen und eine Entlastung der Tierheime hofft, gibt es auch kritische Stimmen. Der Bund der Steuerzahler beispielsweise fordert die Abschaffung der Hundesteuer und argumentiert, dass ein Vergleich mit anderen Städten keine überzeugende Begründung für die Erhöhung liefere. Auch wird befürchtet, dass der plötzliche Anstieg der Kosten besonders Menschen mit geringerem Einkommen treffen und im schlimmsten Fall dazu führen könnte, dass noch mehr Hunde in Tierheimen abgegeben werden. Unser Sender RADIO REEPERBAHN wird die weitere Entwicklung dieser wichtigen lokalen Maßnahme aufmerksam verfolgen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
today26. Oktober 2026
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