Update

Russland meldet Drohnenangriff auf Zug in eigener Region

today26. Oktober 2026

Hintergrund

Russland hat am Montag massive ukrainische Drohnenangriffe im Gebiet Woronesch gemeldet, bei denen nach russischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet und 17 weitere verletzt wurden. Die meisten Opfer befanden sich demnach in einem Zug, der von Trümmern getroffen wurde. Gouverneur Alexander Gussew teilte auf Telegram mit, dass insgesamt 113 Drohnen in Woronesch und der umliegenden Region abgeschossen worden seien, davon über 70 allein im Stadtgebiet. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nicht unmittelbar überprüfbar.

Der betroffene Zug, Nummer 11, war nach Angaben der russischen Eisenbahngesellschaft RZD auf dem Weg von Anapa am Schwarzen Meer nach Moskau und wurde in einem Vorort von Woronesch von Trümmerteilen einer abgeschossenen Drohne getroffen. Ein Waggon sei beschädigt worden, und der Zugverkehr in der Region musste vorübergehend eingestellt werden. Neben dem Zug wurde bei den Angriffen nach Darstellung von Gouverneur Gussew auch ein Geschäftszentrum in Brand gesetzt, und es gab Schäden an Industrieanlagen, einem Wohnhaus sowie einer Schulsportanlage. Fast in allen Teilen der Stadt seien Fassaden und Fenster beschädigt worden. Der ukrainische Überwachungskanal Supernova+ berichtete zudem, ein Ziel sei die Woronescher Flugzeugbaugesellschaft gewesen, ein wichtiger Bestandteil der russischen Luftfahrtindustrie. Woronesch liegt rund 200 Kilometer vom ukrainisch kontrollierten Gebiet entfernt und war in der Vergangenheit bereits mehrfach Ziel solcher Angriffe auf russische Militär- und Industrieinfrastruktur.

Die Ukraine hat sich zu diesem jüngsten Vorfall zunächst nicht geäußert. Kiew führt seit mehr als viereinhalb Jahren einen Verteidigungskampf gegen den russischen Angriffskrieg und greift dabei immer wieder Ziele im russischen Hinterland an. Auch Russland hat in den letzten Tagen wiederholt Angriffe auf die Ukraine gemeldet, unter anderem auf die Eisenbahn- und Hafeninfrastruktur in Poltawa und Odessa sowie auf Logistik- und Verteilzentren in Charkiw.

Indes meldete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Fortschritte bei der Luftverteidigung des Landes. Er dankte den USA für die Wiederherstellung der Starlink- und Starshield-Dienste, deren Geschwindigkeit nun wieder das für die Frontlogistik und den Schutz vor Raketenangriffen notwendige Niveau erreicht habe. Gleichzeitig forderte Selenskyj erneut mit Nachdruck die Lieferung zugesagter Flugabwehrraketen, insbesondere Patriot-Systeme, sowohl von den USA als auch von europäischen Partnern, da die Ukraine diese dringend zur Abwehr ballistischer Raketen benötige. Wie unser Sender RADIO REEPERBAHN in Hamburg berichtet, bleiben die militärischen Auseinandersetzungen an verschiedenen Fronten intensiv.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

Rate it