Hamburg Update

Grüne revidieren Haltung zum Naturkundemuseum

today12. Oktober 2026 2

Hintergrund
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Hamburgs Grüne haben ihre Haltung zum geplanten Naturkundemuseum revidiert und lehnen ein solches Projekt nun doch nicht grundsätzlich ab. Grünen-Fraktionschef Michael Gwosdz stellte klar, dass die Partei die Entwicklung als Fehler betrachte, die den Eindruck erweckt habe, man stelle sich gegen die Einhaltung des Staatsvertrags und ein mögliches Naturkundemuseum in Hamburg. Man bedauere dies ausdrücklich. Diese Klarstellung markiert eine bedeutende Wende nach der zuvor geäußerten Kritik und einer umfassenden Absage-Diskussion in der Hansestadt.

Noch am vergangenen Freitag hatte die Grünen-Fraktion überraschend und zum Ärger des Koalitionspartners SPD für einen Verzicht auf das Naturkundemuseum plädiert. Gwosdz hatte dabei die hohen Kosten von ursprünglich 595 Millionen Euro für einen Standort im Elbtower oder 495 Millionen Euro für das Stadtkontor am Besenbinderhof hinter dem Hamburger Hauptbahnhof als nicht tragbar bezeichnet. Seine damalige Argumentation war, dass Hamburgs knappe Haushaltsmittel dringender für Kitas, Schulen und Hochschulen benötigt würden. Der Vorstoß hatte eine Koalitionskrise ausgelöst und führte zu Irritationen beim SPD-Koalitionspartner, der sich nicht abgestimmt sah.

Die Fraktion der Grünen in Hamburg begründete ihren ursprünglichen Vorstoß mit der angespannten Haushaltslage und der Priorität, öffentliche Gelder für Bildung und Familien einzusetzen. Gwosdz betonte am Freitag, dass 100 Millionen Euro weniger ein sehr teures Projekt noch lange nicht zu einem „Schnäppchen“ machten. Zudem vertrat die Partei die Ansicht, dass die im Staatsvertrag mit dem Leibniz-Institut vereinbarten Ziele in Forschung, Sammlung und Wissenschaftstransfer auch ohne einen teuren Museumsneubau erreicht werden könnten. Die aktuelle Kehrtwende beinhaltet nun die Erklärung, die Ergebnisse des laufenden Verhandlungsprozesses abwarten und anschließend gemeinsam mit der SPD neu bewerten zu wollen.

Seit der Zerstörung des Naturhistorischen Museums Hamburgs im Jahr 1943 wartet die Stadt auf einen Neubau, der die umfangreichen naturkundlichen Sammlungen wieder unter einem Dach vereint. Das geplante „Evolutioneum“, ein Gemeinschaftsprojekt mit der Leibniz-Gemeinschaft, soll ein Zentrum für Biodiversitäts- und Evolutionsforschung sowie ein Forum für innovative Bildungs- und Veranstaltungsprogramme werden. Aktuell sind die über zehn Millionen Sammlungsobjekte nur teilweise an drei Standorten des Museums der Natur Hamburg zugänglich. Die Entwicklung um die Haltung der Grünen ist entscheidend für die Zukunft dieses wichtigen Wissenschaftsprojekts in der Metropolregion Hamburg.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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