Hamburg Update

Keine mobile Eissportanlage für Eidelstedt

today12. Oktober 2026 1

Hintergrund
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Die geplante mobile Eissportanlage in Hamburg-Eidelstedt, die als Ersatz für die geschlossene Eisbahn in Stellingen dienen sollte, wird nicht gebaut. Wie RADIO REEPERBAHN erfahren hat, fand sich kein Anbieter für das Projekt, was nun zu volleren Bahnen in Farmsen führen könnte. Diese Entwicklung verschärft die bereits angespannte Lage für den Hamburger Eissport erheblich.

Die Problematik begann bereits im September 2025, als die Eissporthalle in Hamburg-Stellingen aufgrund akuter Mängel an der Dachkonstruktion geschlossen werden musste, da Einsturzgefahr bestand. Die Halle, die eigentlich im Oktober 2025 wiedereröffnet werden sollte, blieb daraufhin dauerhaft geschlossen. Dies war ein herber Schlag für zahlreiche Eissportvereine und Freizeitsportler im Westen Hamburgs. Zwar konnte die Stadt Hamburg für die Wintersaison 2025/2026 eine temporäre, mobile Eisfläche im Sportpark am Steinwiesenweg in Eidelstedt bereitstellen, um den Trainings- und Spielbetrieb der Vereine wie dem HSV-Eishockey sicherzustellen. Diese Anlage war jedoch unüberdacht, was zu wetterbedingten Einschränkungen führte.

Die nun bekannt gewordene Absage der fest zugesagten mobilen Eisbahn für die Saison 2026/2027 ist ein weiterer Rückschlag. Für dieses Projekt, das mit rund 1,5 Millionen Euro von der Stadt Hamburg finanziert werden sollte, meldete sich auf die Ausschreibung kein Unternehmen. Damit bleibt das Eisland Farmsen die einzige verbleibende Halle für den regulären Sportbetrieb in Hamburg. Die Eissporthalle in Farmsen ist bereits seit Jahren an ihrer Kapazitätsgrenze, mit einer Auslastung von nahezu 100 Prozent. Der zusätzliche Andrang durch die wegfallenden Eiszeiten aus Stellingen und nun auch aus Eidelstedt führt zu massiven Engpässen.

Die Eissportgemeinschaft in Hamburg reagiert mit großer Besorgnis auf die aktuelle Situation. Vereine, Nachwuchssportler und Eiskunstläufer sehen ihre Existenz gefährdet. Eine Petition unter dem Titel „Rettet den Eissport in Hamburg!“ macht derzeit die Runde und kritisiert, dass Zusagen gebrochen werden und der Eissport in der Hansestadt zunehmend abgewickelt werde. Die bereits erfolgte Schließung der modernen Q.beyond-Arena im Volkspark im Jahr 2024 hatte die Situation für Hamburgs Eissportler zusätzlich verschärft.

Langfristig sind zwar Pläne für einen Neubau einer Eishalle in Stellingen in Kombination mit einer Sporthalle und Radrennbahn angedacht, doch ein Zeitplan für die Umsetzung ist noch ungewiss. Die CDU Hamburg schlägt zudem vor, eine neue, moderne Eissporthalle mit mehreren Flächen auf dem Neusurenland in Farmsen zu errichten, um den wachsenden Bedarf zu decken. Bis konkrete Lösungen gefunden und umgesetzt sind, bleibt die Zukunft des Eissports in der Hansestadt ungewiss und stellt viele Aktive vor große Herausforderungen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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