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Die US-Demokraten haben Klage gegen die Regierung von Präsident Donald Trump eingereicht, da sie ihr vorwerfen, Steuergelder zur Finanzierung umstrittener TV-Wahlwerbung vor den Midterms missbraucht zu haben. Die Demokratische Nationale Komitee (DNC) reichte die Klage am Mittwoch, den 7. Oktober 2026, beim US-Bezirksgericht für den District of Columbia ein. Im Zentrum der Vorwürfe steht eine Kampagne mit Fernsehwerbespots, für die nach Angaben des DNC rund 20 Millionen US-Dollar aus Steuergeldern zweckentfremdet wurden. Über 12 Millionen US-Dollar dieser Gelder sollen bereits für die Ausstrahlung der Werbung verwendet worden sein.
Die umstrittenen Werbespots, die seit September ausgestrahlt werden, ähneln laut den Klägern stark traditionellen Wahlkampfvideos des Präsidenten. Ein Teil des Materials soll sogar aus Trumps Präsidentschaftswahlkampf von 2024 stammen, lediglich der Hinweis auf die Finanzierung durch die US-Regierung wurde hinzugefügt. Die Spots enthalten Botschaften wie „Amerika wird niemals ein kommunistisches Land sein“ oder zeigen Trump bei der Annahme eines „FIFA-Friedenspreises“, sowie die Feier militärischer Aktionen in Venezuela. Die Demokraten argumentieren, dass diese Werbung darauf abzielt, Trumps Popularität zu steigern und die Republikanische Partei im Vorfeld der Kongresswahlen am 3. November zu unterstützen.
Die Klage stützt sich auf die Behauptung, dass die Trump-Administration Bundesgesetze verletzt, die die Verwendung von Haushaltsmitteln für „Werbungs- oder Propagandazwecke“ verbieten. Die Gelder, die für die Werbekampagne eingesetzt wurden, sollen laut den Vorwürfen aus einem Etat des Heimatschutzministeriums (DHS) stammen, der ursprünglich für Gedenkveranstaltungen wie solche für im Dienst getötete Grenzschutzbeamte vorgesehen war. Die Kläger fordern das Gericht auf, die weitere Verwendung von Bundesmitteln für diese Art von Werbung zu unterbinden. Wie unsere Redaktion von RADIO REEPERBAHN aus Hamburg die Entwicklung verfolgt, sehen Rechtsexperten in der Vorgehensweise eine mögliche Verletzung mehrfacher Bundesgesetze.
Die Trump-Regierung verteidigt die Anzeigen als „öffentliche Dienstleistungsankündigungen“ und „positive Werbung für unser großartiges Amerika“, die „erzieherisch und unumstößlich patriotisch“ seien. Präsident Trump selbst hatte zunächst angekündigt, zukünftige Kosten für die Anzeigen von seinem Super-PAC „MAGA Inc.“ tragen zu lassen, doch laut DNC wurden weiterhin staatlich finanzierte Spots ausgestrahlt, und eine Rückerstattung bereits ausgegebener Steuergelder wurde nicht zugesagt. Auch parteiübergreifend gab es Kritik: Eine Reuters/Ipsos-Umfrage zeigt, dass 86 Prozent der Amerikaner, darunter 80 Prozent der Republikaner, die Verwendung von Steuergeldern für solche Werbezwecke als unangemessen empfinden. Selbst der republikanische Senatsführer John Thune äußerte Bedenken hinsichtlich der Finanzierung durch Steuerzahler.
Der Rechtsstreit findet wenige Wochen vor den entscheidenden Zwischenwahlen statt, bei denen die Kontrolle über den Kongress auf dem Spiel steht. Die Demokraten befürchten, dass die Werbung den Wahlprozess unfair beeinflusst und ihren Kandidaten Nachteile verschafft. Die Klage des DNC ist die erste rechtliche Herausforderung dieser Art und wird nun vor Gericht verhandelt, wobei weitere Organisationen wie Common Cause ebenfalls Klagen eingereicht haben. Für die Bürger in Hamburg und darüber hinaus verdeutlicht dieser Fall einmal mehr die Spannungen im amerikanischen politischen System.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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