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Hamburger Sportverein stärkt jüdisches Leben
Zwei Hamburger Bürger engagieren sich aktiv in einem lokalen Sportverein, um jüdisches Leben sichtbar zu machen und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft zu stärken. Diese wichtige Initiative in Hamburg kommt zu einer Zeit, in der sich das jüdische Leben in Deutschland seit dem Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023 spürbar verändert hat.
Der 7. Oktober 2023 markierte eine tiefe Zäsur für Jüdinnen und Juden in Deutschland, die seitdem eine „neue antisemitische Normalität“ erleben. Eine repräsentative Umfrage des Zentralrats der Juden aus dem Mai 2026 ergab, dass 68 Prozent der jüdischen Gemeinschaft ihr Leben in Deutschland als unsicherer empfinden als vor diesem Datum. Viele ziehen sich zum Schutz zunehmend aus dem öffentlichen Raum zurück, verheimlichen ihre Identität und verzichten auf das offene Tragen religiöser Symbole wie Davidstern oder Kippa. Die gesellschaftliche Solidarität mit jüdischen Gemeinden ist laut derselben Studie von 62 Prozent im Jahr 2023 auf erschütternde 35 Prozent im Jahr 2026 gesunken.
Diese angespannte Lage wirkt sich auch massiv auf den Sport aus. Jüdische Sportclubs in Deutschland sehen sich seit dem 7. Oktober 2023 mit verschärften Feindseligkeiten konfrontiert, darunter offene Anfeindungen und massive körperliche Bedrohungen bei Spielen. Vereine wie Makkabi Berlin mussten ihren Spiel- und Trainingsbetrieb zeitweise einstellen, da die Sicherheit ihrer Mitglieder nicht gewährleistet war. Alon Meyer, der Präsident von Makkabi Deutschland, berichtet, dass jüdische Sportvereine wie Makkabi Frankfurt praktisch kein Fußballspiel mehr ohne Polizeischutz austragen können und antisemitische Übergriffe hauptsächlich von fundamentalistischen Islamisten innerhalb der muslimisch-arabischen Community ausgehen.
Angesichts dieser Herausforderungen sind Initiativen im Sport besonders wichtig. Der Hamburger Sportbund (HSB) hat sich bereits im November 2023 dem Aufruf angeschlossen, antisemitische Vorfälle im Sport zu melden, und unterstützt den dafür eingerichteten Meldebutton. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und Makkabi Deutschland verurteilen die Taten der Hamas aufs Schärfste und betonen die Notwendigkeit, Antisemitismus im Sport mit aller Kraft zu bekämpfen, da sich jüdische Eltern sorgen, ihre Kinder zum Training zu schicken. Der Zentralrat der Juden in Deutschland startete im Mai 2026 zudem das Projekt „Anstoß gegen Antisemitismus im Fußball“, um auf hunderten digitalen Werbeflächen im ganzen Land auf das Problem aufmerksam zu machen.
Lokales Engagement, wie das des Hamburger Sportvereins, trägt entscheidend dazu bei, diesen negativen Tendenzen entgegenzuwirken. Clubs wie der HSV setzen ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus und engagieren sich beispielsweise beim Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge in Hamburg. Sie betonen, dass kein Vereinsmitglied Werte wie Demokratie und Freiheit missachten oder sich antisemitisch äußern darf. Der Sport, als stark verbindendes Element der Gesellschaft, bietet eine ideale Plattform, um Brücken zu bauen und demokratische Werte sowie den Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus zu fördern, wie Makkabi Deutschland betont. Solche Initiativen sind essenziell, um jüdisches Leben nicht nur zu schützen, sondern auch aktiv und sichtbar in der Gesellschaft zu verankern.
Symbolbild – Foto: Fabio Riccobono / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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