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Die Warenhauskette Galeria hat erneut einen Insolvenzantrag gestellt, was in Hamburg große Unsicherheit für die rund 400 Beschäftigten in den drei verbliebenen Filialen der Hansestadt auslöst. Es ist derzeit unklar, wie es für sie nach der wiederholten finanziellen Schieflage des Unternehmens weitergeht. Der Antrag wurde am 2. Oktober 2026 beim Amtsgericht Düsseldorf eingereicht und markiert bereits das vierte Insolvenzverfahren innerhalb von nur sechs Jahren für den Warenhauskonzern.
Bundesweit sind rund 12.000 Mitarbeiter in den verbleibenden 83 Filialen von Galeria betroffen, deren Zukunft nun in den Sternen steht. Die Geschäftsführung nannte die Gründe für den erneuten Insolvenzantrag zunächst nicht im Detail, betonte aber, der Schritt schaffe einen rechtlichen Rahmen zur Stabilisierung des Unternehmens. Berichten zufolge ist die desolate Finanzlage jedoch auf massive Umsatzeinbrüche zurückzuführen, die in den vergangenen Monaten zwischen 15 und 25 Prozent lagen. Zudem sollen Gespräche mit dem US-Investor Gordon Brothers über eine weitere Finanzspritze gescheitert sein, nachdem bereits im April 2026 mehrere Vermieter ausbleibende Mietzahlungen beklagten.
Die jüngste Entwicklung folgt auf eine Reihe von Sanierungsversuchen und Eigentümerwechseln. Nach den Insolvenzen in den Jahren 2020, 2022 und 2024 hatte ein Konsortium um die US-Investmentgesellschaft NRDC und den Unternehmer Bernd Beetz Galeria im Sommer 2024 übernommen. Trotz einer im Juni 2026 zugesagten Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro, die an einen Dreijahresplan mit weiteren Schließungen gekoppelt war, konnte eine erneute Insolvenz nicht abgewendet werden. Die Gewerkschaft ver.di hatte bereits damals gewarnt, dass der Kredit die eigentlichen Ursachen der Krise nicht beseitigen würde.
Für die Beschäftigten von Galeria in Hamburg und im ganzen Land bedeutet dies eine Zeit der Ungewissheit. Während der Geschäftsbetrieb vorerst weiterlaufen soll, ist unklar, ob die Mitarbeiter Insolvenzgeld erhalten und welche Filialen möglicherweise geschlossen werden müssen. Bereits im Juli 2026 stand eine der Hamburger Filialen, die Karstadt-Filiale in der Osterstraße in Eimsbüttel, auf einer Liste von 33 Standorten, deren Rentabilität geprüft und deren Schließung bei ausbleibenden Mietvereinbarungen drohte. Die anderen beiden verbliebenen Hamburger Galeria-Standorte befinden sich an der Mönckebergstraße und in Harburg. Experten schätzen, dass bundesweit mindestens 30 Filialen geschlossen werden sollten, um die Kette zu retten.
Vonseiten der Gewerkschaft ver.di gibt es scharfe Kritik am Management und an den Eigentümern, denen „haarsträubende Managementfehler“ und fehlende nachhaltige Investitionen vorgeworfen werden. Silke Zimmer, ver.di-Vorstandsmitglied, forderte schnelle Aufklärung und einen klaren Plan für die Zukunft der Mitarbeiter. Diese Nachrichten werden auch bei RADIO REEPERBAHN Hamburg aufmerksam verfolgt, da die Entwicklung von Galeria weitreichende Konsequenzen für die belebten Innenstädte und die Arbeitsplätze in der Region Hamburg hat.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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