Hamburg Update

Verkehrsminister fordert „spürbare Verbesserung“ bei der Bahn

today2. Oktober 2026 2

Hintergrund
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Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, der sein Amt im Juli 2026 antrat, fordert von der Deutschen Bahn bis zum Jahr 2029 eine „spürbare Verbesserung“ für die Bahnkunden. Der CDU-Politiker betonte in einem Interview mit der ARD, dass er diese Verbesserung unbedingt erreichen wolle und damit den Druck auf das bundeseigene Unternehmen erhöhe. Eine neue „Leistungsvereinbarung“, für die ein hoher Milliardenbetrag von mehr als 80 Milliarden Euro für die kommenden fünf Jahre vorgesehen ist, soll dabei als zentrales Steuerungsinstrument dienen. Dieses Finanzvolumen sei doppelt so hoch wie in den vergangenen fünf Jahren und unterstreiche die Erwartungshaltung des Bundes an eine effizientere Infrastruktur, um Pünktlichkeit und Service nachhaltig zu steigern.

Ein Kernziel Bilgers ist es, eine Pünktlichkeitsquote von 70 Prozent im Fernverkehr bis 2029 zu erreichen. Er räumte ein, dass dieses Ziel ambitioniert sei, da die Pünktlichkeit im Fernverkehr in den letzten Monaten bei etwas mehr als 50 Prozent lag. Damit knüpft der Minister an frühere Ankündigungen an, die bereits unter seinem Vorgänger Patrick Schnieder das 70-Prozent-Ziel für 2029 formulierten. Neben der Pünktlichkeit sollen auch Sicherheit, Sauberkeit und eine bessere Kundenkommunikation verbessert werden, um ein positives Bahnerlebnis zu schaffen.

Besonders kritisch äußerte sich Bundesverkehrsminister Bilger zum aktuellen Konzept der „Korridorsanierungen“, bei denen wichtige Bahnstrecken für Bauarbeiten komplett gesperrt werden. Er zeigte sich unzufrieden damit, dass das Versprechen störungsfreier Fahrt nach Abschluss dieser Arbeiten „zu oft nicht eingehalten wurde“. Als konkretes Beispiel nannte er die bis zum Sommer sanierte Strecke zwischen Hamburg und Berlin, auf der nach der Instandsetzung eine Pünktlichkeit von lediglich 25 Prozent verzeichnet wurde. „Da muss man erkennen, dass das Konzept so nicht funktioniert hat“, so Bilger, der in engem Austausch mit der Deutschen Bahn an einem neuen Baustellenkonzept arbeitet. Für die Hörer von RADIO REEPERBAHN in Hamburg und Umgebung ist die Situation auf dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung von besonderer Relevanz.

Die anstehenden Investitionen sind massiv: Allein für das Jahr 2026 plant die Deutsche Bahn InfraGO, die Infrastruktursparte des Konzerns, Bruttoinvestitionen von über 23 Milliarden Euro in das Schienennetz und die Bahnhöfe, wobei mehr als 28.000 Baustellen erwartet werden. Diese umfangreichen Maßnahmen sollen helfen, das Schienennetz, dessen Zustand im jüngsten Netzzustandsbericht nur mit der Note 3 bewertet wurde, grundlegend zu modernisieren. Dazu gehört auch die Erneuerung von rund 200 alten Stellwerken bis Ende des kommenden Jahres. Die Bundesregierung hat zudem durch das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität generell höhere Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur bis 2029 angekündigt.

Die Deutsche Bahn selbst hat bereits im Dezember 2025 „Sofortprogramme“ für ein besseres Kundenerlebnis gestartet, die auf mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen, höheren Komfort im Fernverkehr und eine verbesserte Kundenkommunikation abzielen. Dafür wurden 2026 zusätzlich über 140 Millionen Euro bereitgestellt. Diese Programme beinhalten unter anderem den Einsatz mobiler Reinigungsteams und die Sicherstellung funktionierender Bordgastronomie und Toiletten. Verkehrsminister Bilger plant zudem, Bonuszahlungen für Bahnmanager an das Erreichen der Pünktlichkeitsziele zu koppeln, um den Druck weiter zu erhöhen und eine tatsächliche und spürbare Verbesserung für alle Bahnkunden zu gewährleisten.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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