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Saudi-Arabien hat seine wichtige Ost-West-Ölpipeline nach Drohnenangriffen vom 10. September 2026 wieder in Betrieb genommen. Medienberichten zufolge wurden die Ölexporte wieder aufgenommen, nachdem die Pipeline vorübergehend nach schweren Drohnenangriffen eingestellt worden war. Diese mehr als 1.200 Kilometer lange Leitung ist von entscheidender Bedeutung, da sie es Saudi-Arabien ermöglicht, Öl zum Roten Meer zu transportieren und so die faktisch blockierte Straße von Hormus zu umgehen, ein Nadelöhr im globalen Ölhandel, das seit Beginn des Iran-Krieges zusätzliche Brisanz erhalten hat.
Die Angriffe am 10. September, bei denen Drohnen aus dem Irak gestartet wurden, trafen mehrere Pumpstationen entlang der Pipeline in den Regionen Riad und Medina und verursachten dabei Schäden sowie Verletzungen bei mehreren Personen. Nach vorläufigen Erkenntnissen einer irakischen Untersuchung, die dem Magazin The New Arab vorliegen, sollen die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und die jemenitischen Huthis hinter den koordinierten Angriffen gesteckt haben, die mit mehr als 15 Drohnen gleichzeitig durchgeführt wurden. Der Iran selbst wies jedoch eine direkte Beteiligung in Nachrichten an Riad zurück und deutete an, dass schiitische Milizen im Irak dafür verantwortlich sein könnten.
Saudi-Arabien hatte die Angriffe scharf verurteilt, aber auf eine unmittelbare Vergeltung verzichtet. Dies geschah auf Bitten des irakischen Premierministers, der eine umfassende Untersuchung des Vorfalls zusagte und sogar den für die betroffene Provinz Maysan zuständigen Militärkommandeur entließ. Die Türkei sprach Saudi-Arabien ihre Unterstützung zu und verurteilte die Angriffe ebenfalls. Während der Abschaltung der Pipeline, die bis zu sieben Millionen Barrel Rohöl pro Tag befördern kann, sanken die saudischen Rohölverladungen Mitte September drastisch um über 70 Prozent im Vergleich zu Jahresbeginn. Dies hatte zur Folge, dass Saudi Aramco Ölexporte umleiten musste, teilweise durch verstärkte Verschiffung über Terminals am Persischen Golf und sogar die Stornierung von Lieferungen an europäische Kunden für Oktober zugunsten von Abnehmern in Asien.
Die staatliche Ölgesellschaft Saudi Aramco hat die Pipeline letzte Woche vor der Wiederinbetriebnahme getestet. Experten rechnen damit, dass die volle Kapazität bald wieder erreicht sein wird, obwohl Branchenkreise anfänglich mit einer deutlich längeren Reparaturzeit von sechs bis acht Wochen gerechnet hatten. Derzeit fließt bereits wieder eine signifikante Menge von rund 3,5 Millionen Barrel pro Tag durch die Leitung, was etwa der Hälfte ihrer maximalen Kapazität entspricht. Mit der Wiederaufnahme des Betriebs entspannen sich die Sorgen um die globale Ölversorgung, die nach den Angriffen kurzzeitig aufgekommen waren.
Die Entwicklungen im Nahen Osten und ihre Auswirkungen auf den Energiemarkt werden auch in Deutschland, insbesondere in Hafenstädten wie Hamburg, aufmerksam verfolgt. Nach anfänglichen Preisanstiegen, die den Brent-Rohölpreis kurzzeitig über 107 US-Dollar pro Barrel steigen ließen, fielen die Notierungen zuletzt wieder, als die Märkte auf die Wiederinbetriebnahme der Pipeline reagierten und sich die Sorgen um Lieferengpässe entspannten. Analysten in Hamburg gehen davon aus, dass eine vollständige Entspannung am Ölmarkt jedoch weiterhin von der allgemeinen Lage im Nahen Osten abhängen wird, wie auch RADIO REEPERBAHN berichtet.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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