Hamburg Update

Kontroverse um Linken-Politikerin Elif Eralp und Rote Hilfe

today30. September 2026 5

Hintergrund
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RADIO REEPERBAHN Hamburg präsentiert: Eine aktuelle Kontroverse erschüttert die Berliner Politik, kurz nachdem die Linken-Politikerin Elif Eralp mit ihrer Partei die Abgeordnetenhauswahl am 20. September gewonnen hat. Eralp steht aufgrund ihrer langjährigen Mitgliedschaft im Verein „Rote Hilfe“ in der Kritik, einer Organisation, die vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuft wird. Die Enthüllung kommt in einer brisanten Phase, da in Berlin Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung unmittelbar bevorstehen. Die Linke wurde bei der Wahl zur stärksten Kraft und Eralp hat den Anspruch erhoben, erste Linken-Politikerin als Regierende Bürgermeisterin von Berlin zu werden.

Elif Eralp war nach eigenen Angaben jahrelang passives Mitglied der „Roten Hilfe“, welcher sie während ihres Jurastudiums in Hamburg beigetreten war. Ihr Motiv sei gewesen, Menschen zu unterstützen, die sich für linke und soziale Themen engagieren und nicht über die nötigen finanziellen Mittel für juristischen Beistand verfügen. Diese Mitgliedschaft hatte sie stets transparent auf der Homepage des Abgeordnetenhauses offengelegt. Im Jahr 2025 trat Eralp aus dem Verein aus, noch bevor sie zur Spitzenkandidatin ihrer Partei gewählt wurde, und begründete den Austritt mit „teilweise anderen politischen Ansichten“.

Die „Rote Hilfe e. V.“, mit Sitz in Göttingen, bezeichnet sich selbst als „parteiunabhängige strömungsübergreifende linke Schutz- und Solidaritätsorganisation“ und unterstützt linke Aktivisten, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Sie leistet vor allem finanzielle Unterstützung für Anwalts- und Verfahrenskosten und organisiert Demonstrationen. Der Verfassungsschutz von Bund und Ländern stuft den Verein jedoch als linksextremistisch ein und beobachtet ihn. Begründet wird dies damit, dass die „Rote Hilfe“ versuche, den Rechtsstaat zu delegitimieren, indem sie von Klassenjustiz spricht, Sicherheitsbehörden diskreditiert und insbesondere Gewalttäter unterstützt. So solidarisierte sich der Verein beispielsweise mit der ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette und rief zu einer Demonstration unter dem Motto „Stoppt den Staatsterrorismus!“ auf.

Die nun öffentlich bekannt gewordene, wenngleich zuvor transparente, Vergangenheit von Elif Eralp als Mitglied der „Roten Hilfe“ wirft Fragen für die anstehenden Koalitionsverhandlungen in Berlin auf. Am Donnerstag, dem 1. Oktober, beginnen erste Vorgespräche zwischen der Linken, den Grünen und der SPD. Grüne und SPD haben vor der Aufnahme von Sondierungsgesprächen klare und verbindliche Festlegungen zum Umgang mit Antisemitismus und zum Schutz jüdischen Lebens gefordert, was auch Rassismus und organisierte Kriminalität umfasst. Diese Forderungen sind angesichts früherer Kritik an Teilen der Berliner Linken in Bezug auf Israel und Palästina sowie Antisemitismus von besonderer Bedeutung.

Die Position Eralps und die Haltung der Linken zu diesen sensiblen Themen könnten entscheidend für den Ausgang der Gespräche sein. Während die SPD trotz der Kontroverse einstimmig Sondierungsgesprächen zugestimmt hat, betonte ihr Landeschef Steffen Krach, dass dies „kein Spaziergang“ und „ein steiniger Weg“ werde. Die CDU äußerte scharfe Kritik; CSU-Generalsekretär Martin Huber bezeichnete Eralp als „absolut unwählbar“ und forderte, dass die demokratischen Alarmglocken bei SPD und Grünen läuten müssten. Damit steht Elif Eralp vor der Herausforderung, nicht nur eine Koalition zu schmieden, sondern auch das Vertrauen ihrer potenziellen Partner und der Öffentlichkeit zu festigen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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