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Iran: Todesstrafe droht nach Rückkehr aus Exil

today30. September 2026 2

Hintergrund
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Ein iranischer Regimegegner, Ali Zarei, dem bereits in Deutschland Asyl gewährt wurde, sieht sich nach seiner Rückkehr in den Iran mit der direkten Androhung der Hinrichtung konfrontiert. Der Fall des jungen Mannes, dem wegen seiner früheren Proteste gegen das Regime die Todesstrafe droht, sorgt für große Besorgnis. Diese Entwicklung wirft erneut ein Schlaglicht auf die prekäre Lage von Regimekritikern im Iran und die Gefahren, denen sie selbst nach einer Flucht ins Ausland ausgesetzt sind.

Ali Zarei Doozdarrehsi, dessen Alter mit etwa 27 Jahren angegeben wird, war 2022 bei den landesweiten „Frau, Leben, Freiheit“-Protesten im Iran aktiv und erlitt dabei eine Augenverletzung durch Schrotkugeln. Er floh daraufhin über die Türkei nach Deutschland, wo ihm Asyl gewährt wurde. In München erhielt Zarei medizinische Behandlungen für sein verletztes Auge und beteiligte sich weiterhin an regimekritischen Aktivitäten sowie an der Unterstützung von Reza Pahlavi. Aus bislang ungeklärten Gründen kehrte er jedoch am 28. April 2026 in den Iran zurück und wurde dort umgehend von Agenten des Geheimdienstes festgenommen.

Das Revolutionsgericht in Teheran, Abteilung 23, verurteilte Ali Zarei zum Tode wegen „Korruption auf Erden“ (efsad-fil-arz). Die Anklagepunkte umfassen eine „umfassende Beteiligung an politischen Aktivitäten, die Erstellung von fingierten Schäden, die Produktion falscher Berichte, Propaganda gegen das Regime, Störung der Sicherheit sowie die illegale Ein- und Ausreise aus dem Land“. Sein Todesurteil wurde inzwischen bestätigt. Menschenrechtsorganisationen wie HRANA und Iran Human Rights berichten, dass Zarei am 19. oder 21. September 2026 in das Einzelhaftabteil des Ghezel Hesar Gefängnisses in Karadsch verlegt wurde. Dies wird von vielen als klares Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende Hinrichtung gewertet.

Zarei selbst hat in einer aus dem Gefängnis geschickten Audionachricht die internationale Gemeinschaft, darunter Menschenrechtsorganisationen und die Vereinten Nationen, eindringlich um Hilfe gebeten, um seine Hinrichtung zu verhindern. Er flehte darum, seine Stimme zu sein und nicht zuzulassen, dass er gehängt wird. Dieser dramatische Appell unterstreicht die Verzweiflung, die viele politische Gefangene im Iran erleben. Menschenrechtsgruppen verurteilen die systematische Anwendung der Todesstrafe im Iran als politisches Instrument zur Unterdrückung von Dissens und Machtdemonstration. Die Anklage der „Korruption auf Erden“ wird häufig undemokratisch und willkürlich gegen Regimegegner eingesetzt, oft nach unfairen Gerichtsverfahren und unter Verwendung erzwungener Geständnisse.

Der Fall von Ali Zarei reiht sich ein in eine alarmierende Serie von Hinrichtungen und Todesurteilen gegen politische Gefangene und Protestierende im Iran. Auch andere Fälle von Personen mit Bezug zu Deutschland, wie die des Deutsch-Iraners Jamshid Sharmahd, dessen Hinrichtung 2024 große Empörung auslöste, zeigen die extreme Gefahr für ehemalige Asylsuchende. Der Radiosender RADIO REEPERBAHN Hamburg wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen und über das Schicksal von Ali Zarei berichten.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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