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Nordkorea feuert mutmaßlich ballistische Rakete ab

today21. September 2026

Hintergrund
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Nordkorea hat am 20. September 2026 erneut mindestens zwei mutmaßlich ballistische Raketen von seiner Ostküste in Richtung Meer abgefeuert. Der südkoreanische Generalstab und das japanische Verteidigungsministerium bestätigten die Starts, die als weiterer Verstoß gegen internationale Resolutionen gelten und die Spannungen in der Region erhöhen. Die Geschosse wurden von der Gegend um die östliche Küstenstadt Wonsan aus abgefeuert.

Nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs erfolgte der erste Start gegen 15:00 Uhr Ortszeit. Die Rakete, die als Kurzstreckenrakete eingestuft wurde und möglicherweise zur Hwasong-11-Serie gehört, flog rund 450 Kilometer weit. Knapp drei Stunden später folgte demnach ein zweiter Abschuss, dessen Projektil mehr als 600 Kilometer zurücklegte. Beide Raketen stürzten außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans in das Japanische Meer, auch bekannt als Ostmeer.

Dies war bereits der 14. Start einer ballistischen Rakete durch Pjöngjang in diesem Jahr. Die jüngsten Abschüsse erfolgen nur wenige Tage nach einem vorherigen Test am 12. September, bei dem Nordkorea ebenfalls mehrere ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres abfeuerte und dies später als „Angriffsübung“ bezeichnete. Jene Tests fanden einen Tag nach dem Abschluss eines fünftägigen Militärmanövers von Südkorea, den USA und Japan statt. Experten schätzen, dass Nordkorea diese Tests regelmäßig durchführt, um seine militärischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und Stärke zu demonstrieren.

Die internationale Gemeinschaft reagierte mit Besorgnis und Verurteilung. Das Nationale Sicherheitsbüro des südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung berief eine Krisensitzung ein und verurteilte die Starts als „ernsten Verstoß“ gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Seoul forderte Pjöngjang auf, die Raketentests „sofort einzustellen“ und betonte die Notwendigkeit voller Verteidigungsbereitschaft. Auch Japan legte über seine Botschaft in Peking Protest ein. Das US-Militär sah in den jüngsten Raketenstarts zwar keine unmittelbare Bedrohung für US-Personal, Territorium oder Verbündete, bekräftigte aber sein Engagement für den Schutz seiner Heimat und seiner Partner in der Region.

Dem abgeschotteten Land unter Machthaber Kim Jong Un ist es gemäß mehrerer Resolutionen des UN-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern. Nordkorea hat jedoch seine Ablehnung einer Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde zu seinem Atomprogramm bekräftigt und seinen 2023 in der Verfassung verankerten Status als „Atomwaffenstaat“ unterstrichen. Die wiederholten Raketenstarts tragen maßgeblich zu den anhaltenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel bei.

Symbolbild – Foto: Forest Katsch / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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