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Hamburg – Die Chefs europäischer Geheimdienste warnen eindringlich vor einer möglichen russischen Aggression gegen Nato-Gebiet bereits in den kommenden Monaten. Insbesondere der Chef des tschechischen Sicherheitsinformationsdienstes BIS, Michal Koudelka, hält laut einem Medienbericht der britischen Zeitung „Guardian“ einen begrenzten Vorstoß Russlands gegen Nato-Territorium binnen Monaten, nicht Jahren, für möglich. Denkbar seien dabei ein begrenztes Eindringen, Provokationen unter falscher Flagge oder massive Beeinflussungskampagnen. Auch eine Steigerung der Drohnenaktivität wird als mögliche Form der Aggression genannt.
Baltische Kollegen mahnen zur Vorsicht vor Panik und Überreaktionen, bewerten die Lage jedoch ebenfalls als ernst. Der Generaldirektor des lettischen Staatssicherheitsdienstes, Normunds Mežviets, sieht zwar keine Anzeichen für einen unmittelbar bevorstehenden Angriff, bestätigt aber entsprechende Vorbereitungen Russlands. Estlands Außenstaatssekretär Jonatan Vseviov warnte zudem vor „Panik in den sozialen Medien“ und betonte die Notwendigkeit, Ruhe zu bewahren und die Ukraine zu unterstützen, sollte kein unmittelbarer Angriffsgrund vorliegen. Der Chef des schwedischen Militärgeheimdienstes, Thomas Nilsson, äußerte sich dahingehend, dass Moskau anscheinend keine ernsthaften Verhandlungen in Betracht zieht, sondern vielmehr „Verhandlungstheater“ betreibt.
Nach Einschätzung der europäischen Geheimdienstchefs zielt Russland darauf ab, die westlichen Ukraine-Hilfen zu schwächen und die Nato zu destabilisieren. Polens Ministerpräsident Donald Tusk hatte bereits davor gewarnt, Russland könnte mit Drohnen- oder Raketenangriffen die praktische Relevanz von Artikel 5 des Nato-Vertrages austesten wollen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete diese Einschätzungen als fundiert und gut dokumentiert. Die Sorge vor zunehmenden russischen Sabotageakten in Europa, auch gegen kritische Infrastrukturen wie die Eisenbahn und die Rüstungsindustrie, ist dabei groß. Ein Vorfall mit einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig, für den die Bundesregierung Moskau verantwortlich machte, wurde von Thomas Nilsson als „Gamechanger“ eingestuft.
Diese hybriden Angriffe, die Sabotageakte, Cyberattacken und Desinformationskampagnen umfassen, binden bereits jetzt enorme Kapazitäten der Geheimdienste. Jeder Brand oder jede Störung müsse als potenzieller Anschlag untersucht werden. Selbst ohne direkte Verstrickung des Kremls nutze die entstehende Verunsicherung in der Bevölkerung den Interessen Moskaus, indem sie die Spaltung der westlichen Verbündeten fördert. Die Nato registriert eine Zunahme an hybriden Angriffen Russlands, wobei die Schwere und die Risikobereitschaft steigen, was auch das Risiko für zivile Opfer erhöht.
US-Geheimdienste warnen ebenfalls, dass Russland unter Präsident Wladimir Putin zwischen Herbst 2026 und 2029 einen „begrenzten“ Angriff auf Nato-Territorium durchführen könnte, um Artikel 5 der Nato zu testen. Dabei könnten Truppeneinsätze oder hybride Taktiken zum Einsatz kommen. Die Nato ist bestrebt, dem entgegenzuwirken, indem sie die Abschreckung erhöht und den Schutz kritischer Infrastrukturen verstärkt.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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