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Hamburger Zollfahndern ist ein bemerkenswerter Schlag gegen den illegalen Handel mit E-Zigaretten gelungen. Bei einer groß angelegten Razzia am Mittwoch, dem 16. September 2026, entdeckten die Ermittler rund 150.000 illegale E-Zigaretten und ermittelten mutmaßliche Täter im Alter von 25 bis 38 Jahren. Diese sollen die sogenannten Vapes bundesweit über einen Onlineshop verkauft haben. Über 130 Zollfahnder waren an der Durchsuchungsaktion beteiligt, unterstützt von Einsatzkräften des Hauptzollamts Hamburg, der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerks, die mehrere Wohnungen und Lagerstätten in Hamburg unter die Lupe nahmen.
Die Ermittlungen des Zollfahndungsamts Hamburg, die bereits seit 2025 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg geführt werden, führten zur Sicherstellung nicht nur der großen Menge an unversteuerten E-Zigaretten, sondern auch von elektronischen Beweismitteln, Postversandmaterial und Etikettiermaschinen. Der geschätzte Steuerschaden beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Die mutmaßlichen Täter sollen zur Lagerung der Ware mehrere Hallen in Hamburg betrieben und zur Verschleierung ihrer Vertriebswege Strohmänner und Scheinfirmen eingesetzt haben. Nils Gärtner, der Leiter des Zollfahndungsamtes Hamburg, betonte, dass durch die Ermittlungsarbeit eine große Menge illegaler und nicht verkehrsfähiger E-Zigaretten aus dem Verkehr gezogen werden konnte, um Steuerhinterziehung zu bekämpfen und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.
Die Illegalität der sichergestellten E-Zigaretten rührt unter anderem daher, dass sie unversteuert waren und oft nicht den in Deutschland geltenden Vorschriften entsprechen. Seit dem 1. Juli 2022 unterliegen alle E-Zigaretten-Liquids, einschließlich nikotinfreier Varianten, der Tabaksteuer. Der Steuersatz erreichte zum 1. Januar 2026 einen Wert von 0,32 Euro pro Milliliter, was zusammen mit der Mehrwertsteuer eine kumulierte staatliche Abgabe von etwa 38 Cent pro Milliliter ausmacht. Darüber hinaus müssen Vapes bestimmte gesundheitsrechtliche Vorschriften einhalten, wie beispielsweise ein maximales Tankvolumen von zwei Millilitern für vorbefüllte Tanks oder Kartuschen, um eine übermäßige Nikotinaufnahme zu vermeiden und den Verbraucherschutz zu gewährleisten.
Der Handel mit illegalen E-Zigaretten stellt ein wachsendes Problem in Deutschland dar. Schätzungen gehen davon aus, dass 40 bis 60 Prozent aller in Deutschland konsumierten Vapes aus illegalen Quellen stammen, wobei der Zoll die Situation inzwischen als kaum noch kontrollierbar bezeichnet. Diese Produkte bergen erhebliche Gesundheitsrisiken, da sie keiner behördlichen Kontrolle unterliegen und potenziell gefährliche, nicht deklarierte Inhaltsstoffe wie Schwermetalle (Blei, Nickel, Chrom) oder schädliche Chemikalien wie Vitamin-E-Acetat enthalten können. Es gab auch Warnungen des Landeskriminalamtes NRW vor medizinischen Notfällen durch illegalen Liquids, die mit synthetischen Cannabinoiden oder GBL (Gamma-Butyrolacton, bekannt als K.-o.-Tropfen) versetzt sein können.
Diese aktuelle Razzia in Hamburg reiht sich ein in eine Serie erfolgreicher Maßnahmen der Zollfahndung gegen den illegalen E-Zigaretten-Handel. Allein im vergangenen Jahr 2025 wurden bundesweit mindestens 1,9 Millionen illegale E-Zigaretten und fast 1.800 Liter unversteuerte E-Liquids vom Zoll beschlagnahmt. Den mutmaßlichen Tätern in Hamburg droht im Falle einer Verurteilung wegen gewerbsmäßiger Steuerhehlerei eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Die fortlaufenden Ermittlungen unterstreichen die Entschlossenheit der Behörden, gegen diese Form der Kriminalität vorzugehen, die nicht nur dem Staat erhebliche Steuerausfälle beschert, sondern auch die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet und den legalen Handel untergräbt.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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