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Im Hamburger Hafencity-Quartier wurde heute die offizielle Inbetriebnahme von „He Dreiht“, Deutschlands größtem Offshore-Windpark, feierlich zelebriert. Der neue Windpark, der eine installierte Leistung von 960 Megawatt (MW) aufweist, ist darauf ausgelegt, bis zu 1,1 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Die Einweihungsfeier unterstreicht die Bedeutung dieses Großprojekts für die zukünftige Energieversorgung des Landes.
Der Windpark „He Dreiht“ befindet sich in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone der Nordsee, rund 90 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum und 110 Kilometer westlich von Helgoland. Betrieben wird er von EnBW Energie Baden-Württemberg, die eine Mehrheitsbeteiligung von 50,1 Prozent hält, während ein Konsortium aus Allianz Capital Partners, AIP Management und Norges Bank Investment Management die restlichen 49,9 Prozent besitzt. Das Gesamtinvestitionsvolumen für dieses zukunftsweisende Projekt beläuft sich auf etwa 2,4 Milliarden Euro. Besonders hervorzuheben ist, dass „He Dreiht“ als eines der ersten Offshore-Windparks ohne staatliche Subventionen realisiert wurde, basierend auf einem sogenannten „Null-Cent-Gebot“ in der Ausschreibung von 2017.
Technologisch setzt „He Dreiht“ Maßstäbe mit dem Einsatz von 64 hochmodernen Vestas V236-15MW Offshore-Windturbinen. Jede dieser Turbinen verfügt über eine Leistung von 15 Megawatt, wobei ein einziger Rotorumdrehung ausreicht, um vier Haushalte einen Tag lang mit Strom zu versorgen. Die V236-Plattform von Vestas feiert bei „He Dreiht“ ihre weltweite kommerzielle Premiere, was Deutschland zu einem Testfeld für diese wegweisende Technologie macht. Die Bauarbeiten begannen im Mai 2024 mit der Installation der Fundamente, und bereits im November 2025 wurde der erste Strom ins Netz eingespeist. Die vollständige Inbetriebnahme aller 64 Windturbinen wird bis zum Sommer 2026 erwartet.
„He Dreiht“ spielt eine Schlüsselrolle bei der Sicherstellung der Energieversorgung und der Dekarbonisierung des Energiesystems. Die erzeugte Energie wird über das BorWin5 Hochspannungs-Gleichstrom-Offshore-Netzanschlusssystem des Netzbetreibers TenneT an Land transportiert, wobei Seekabel über eine Distanz von 120 Kilometern und Landkabel über weitere 110 Kilometer verlaufen. Ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierung des subventionsfreien Windparks sind langfristige Stromabnahmeverträge (PPAs) mit namhaften Industriekunden wie Fraport, Evonik, Deutsche Bahn, SHS – Stahl Holding Saar, DHL Group und Google, die sich grünen Strom für ihre eigenen Klimaziele sichern. Dieses Modell ermöglicht es dem Windparkbetreiber, kalkulierbare Einnahmen zu generieren und gleichzeitig die Energiewende für die Industrie voranzutreiben.
Die Koordination des Großprojekts erfolgt vom Hamburger Offshore-Büro der EnBW aus, während die Servicestation in Emden angesiedelt ist. „He Dreiht“ ist nicht nur Deutschlands größter Offshore-Windpark, sondern zählt auch zu den größten Energie-Transformationsprojekten Europas, das die Offshore-Windenergiekapazität der EnBW verdoppelt. Die erfolgreiche Umsetzung ohne staatliche Förderung wird als bedeutender Schritt für die Marktentwicklung der Offshore-Windkraft in Europa betrachtet.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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