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Hamburg birgt eine Schatzkammer der Brillengeschichte

today15. September 2026 3

Hintergrund
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Hamburg birgt tatsächlich eine besondere „Schatzkammer der Brillengeschichte“. Eine einzigartige Sammlung von über 1.900 historischen Brillen, die 500 Jahre Sehkultur umfassen, wird in der Hansestadt bewahrt. Sammler Karl-Heinz Wilke hat diese beeindruckende Kollektion über einem Optikgeschäft zusammengetragen.

Diese Leidenschaft für historische Sehhilfen begann für Karl-Heinz Wilke bereits im Alter von 15 Jahren, als er eine alte Silberbrille auf dem Sperrmüll fand und den Wunsch verspürte, sie zu reparieren. Diese Neugier legte den Grundstein für seine Ausbildung zum Augenoptiker und eine jahrzehntelange Sammelleidenschaft. Das 1977 von ihm gegründete Fachgeschäft, Wilke Optik, in der Jarrestraße 37 in Hamburg-Winterhude, wird heute gemeinsam mit seiner Tochter Janina Wilke geführt, die ebenfalls Augenoptikermeisterin ist.

Die „geheime Schatzkammer“, die auch als Brillenmuseum bezeichnet wird, beherbergt sowohl rund 500 historische Museumsstücke, deren Geschichte bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, als auch etwa 1.400 originale Vintage-Brillen aus den 1920er- bis 1990er-Jahren. Karl-Heinz Wilke reiste regelmäßig durch Europa und die Welt, insbesondere nach Frankreich, Italien und England, um in stillgelegten Brillenmanufakturen ganze Kollektionen historischer Brillen zu sichern und seiner stetig wachsenden Sammlung hinzuzufügen. Zu den besonderen Exponaten zählen Nietbrillen, Kneifer, Lorgnetten, chinesische Schildplattbrillen um 1850 sowie eine Meisterbrille aus Nürnberg um 1700.

Die Sammlung ist dabei nicht nur ein bewahrtes Kulturgut, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Das historische Brillenmuseum im Brillenhaus Wilke ermöglicht es Besuchern, die Entwicklung von Sehhilfen durch die Epochen zu bestaunen. Liebhaber und Sammler können zudem antike Brillen und seltene Einzelstücke, darunter auch Originale aus dem 14. bis 17. Jahrhundert, im Onlineshop erwerben. Darüber hinaus werden einige der historischen Modelle gegen eine Leihgebühr für Bild- und Filmproduktionen zur Verfügung gestellt, um zur Authentizität geschichtlicher Darstellungen beizutragen.

Das Familienunternehmen Wilke Optik vereint somit auf einzigartige Weise traditionelles Augenoptiker-Handwerk mit modernster Messtechnik und einer tiefen Leidenschaft für die Brillengeschichte. Neben den historischen Raritäten bietet das Geschäft auch neue Trendmodelle ausgewählter Designer an und zählt bekannte Persönlichkeiten wie Wigald Boning zu seinen Kunden. Karl-Heinz und Janina Wilke engagieren sich zudem sozial, indem sie Bedürftige mit gespendeten Brillen versorgen.

Symbolbild – Foto: Dominika Gregušová / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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