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Hamburg hat im jüngst veröffentlichten Länderranking zur Bildungslandschaft einen Spitzenplatz belegt und sich im Bildungsmonitor 2026 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bundesweit erneut den dritten Platz gesichert. Während andere norddeutsche Länder eher im Mittelfeld liegen oder gar das Schlusslicht bilden, ist die Hansestadt ein Lichtblick im Vergleich der 16 Bundesländer. Diese jährliche Vergleichsstudie, die im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt wird, bewertet die Bundesländer anhand von 13 Handlungsfeldern und insgesamt 98 Indikatoren, wie sie Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wirtschaftswachstum fördern.
Besonders hervorzuheben sind Hamburgs Stärken in den Bereichen Internationalisierung, wo die Hansestadt den ersten Platz belegt. Auch bei den Betreuungsrelationen, der Inputeffizienz und der Förderinfrastruktur erreicht Hamburg jeweils einen hervorragenden zweiten Platz im Bundesvergleich. Konkret bedeutet dies, dass nahezu alle Grundschülerinnen und -schüler im Jahr 2023 Fremdsprachenunterricht erhielten – ein Wert von 98,8 Prozent, der deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 52,7 Prozent liegt. Zudem kommt in der Sekundarstufe I rechnerisch auf eine Lehrkraft lediglich 11,2 Kinder, in den Grundschulen sind es 13,8 Kinder, was eine bessere Betreuungsrelation als im Bundesschnitt darstellt.
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist der konsequente Ausbau der schulischen Ganztagsangebote, der bereits im Jahr 2012 flächendeckend erfolgte. Im Jahr 2023 besuchten 98,7 Prozent der Hamburger Grundschüler eine offene oder gebundene Ganztagsschule, verglichen mit einem Bundesdurchschnitt von 49,9 Prozent. Auch in der beruflichen Bildung zeigt sich Hamburg stark und belegt den vierten Platz, mit einer Ausbildungsstellenquote von 71,4 Prozent im Jahr 2024 und einer Erfolgsquote in der dualen Ausbildung von 90,6 Prozent, die ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt liegen. Bildungssenatorin Ksenija Bekeris betont, dass Hamburgs Schulsystem nun schon sechs Jahre in Folge einen hervorragenden dritten Platz belege, was noch im Jahr 2010 undenkbar gewesen sei, als Hamburg auf Platz 11 lag.
Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter angesichts der erheblichen Herausforderungen, denen sich Hamburg als Stadtstaat gegenübersieht. Die Hansestadt verzeichnet ein massives Schülerzahlwachstum, einen fortlaufend ansteigenden Anteil von Schülerinnen und Schülern ohne deutsche Familiensprache, der aktuell bei 34,9 Prozent liegt, sowie die nach wie vor spürbaren Folgen der Corona-Pandemie und einen zwischenzeitlichen Lehrkräftemangel, der inzwischen jedoch behoben werden konnte. Im Vergleich zu den strukturell ähnlichen Stadtstaaten schneidet Hamburg deutlich besser ab: Berlin liegt auf Platz 12 und Bremen erneut auf dem letzten Platz 16 im bundesweiten Ranking. Auch andere norddeutsche Länder wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern konnten sich im jüngsten Ranking nicht in den Top-Positionen etablieren.
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung gibt es auch Bereiche, in denen Hamburg weiterhin Verbesserungspotenzial aufweist, insbesondere bei der Integration und im Hochschulbereich, wo die Promotions- und Habilitationsquoten sowie die Drittmitteleinwerbung pro Professor unter dem bundesweiten Durchschnitt liegen. Dennoch bestätigt der Bildungsmonitor 2026, dass Hamburgs Bildungspolitik auf einem guten Weg ist, um Bildungsungerechtigkeit abzubauen und die Übergänge von der Kita in die Schule und später in den Beruf zu verbessern.
Symbolbild – Foto: Sebastian Beck / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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