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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ermittelt gegen den FC St. Pauli. Anlass sind „Nazi-Schweine“-Gesänge, die während des DFB-Pokal-Erstrundenspiels beim Drittligisten Rot-Weiss Essen zu hören waren und dem Hamburger Zweitligisten nun ein sportrechtliches Nachspiel bescheren. Der FC St. Pauli hatte die Partie gegen Rot-Weiss Essen mit 0:2 verloren und war damit aus dem Pokal ausgeschieden. Auch gegen Essen ermittelt der DFB.
Der DFB-Kontrollausschuss hat nach dem Vorfall vom FC St. Pauli eine Stellungnahme angefordert. Demnach hatte es während der Pokalpartie „Nazi-Schweine“-Rufe der St. Pauli-Fans in Richtung der Essener Anhänger gegeben. Rot-Weiss Essen erstattete daraufhin Anzeige beim Deutschen Fußball-Bund. Laut St. Pauli-Pressesprecher Patrick Gensing hat der Verein kein Problem damit, dass die Vorfälle rund um das Spiel vom DFB-Kontrollausschuss aufgeklärt werden.
Die Rufe, die aus dem Gästeblock des FC St. Pauli kamen, könnten tatsächlich vom DFB sanktioniert werden. Der Kontrollausschuss bat den FC St. Pauli zudem um Mithilfe bei der Identifizierung der beteiligten Personen und um Darstellung der eigenen Aufklärungsbemühungen.
Die Anzeige seitens Rot-Weiss Essen sorgte jedoch für Diskussionen, da der Heimklub selbst in der Vergangenheit mehrfach wegen rechtsextremer Tendenzen in Teilen seiner Fanszene in den Schlagzeilen stand. So sollen auch während der Pokalpartie selbst rechtsextreme Lieder gesungen und sogar „Hitler-Grüße“ von der Heimseite in Richtung der FC St. Pauli-Fans gezeigt worden sein. Einige Beobachter bewerten das Vorgehen Essens, den FC St. Pauli anzuzeigen, als „bemerkenswert“ und als mögliche „Täter-Opfer-Umkehr“. Darüber hinaus hatte sich Rot-Weiss Essen bereits zuvor für einen Sexismus-Vorfall entschuldigt, bei dem eine Mitarbeiterin des FC St. Pauli durch Essener Fans beleidigt wurde.
Symbolbild – Foto: Omar Ramadan / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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