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Die Weltwetterorganisation (WMO) hat eine eindringliche Prognose für die kommenden Monate veröffentlicht: Ein sehr starker El Niño ist im Anmarsch, dessen Auswirkungen voraussichtlich bis Februar 2027 anhalten werden. Mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu 100 Prozent, dass dieses Klimaphänomen bis zu diesem Zeitpunkt bestehen bleibt, unterstreicht die WMO die Dringlichkeit verstärkter Frühwarnmaßnahmen angesichts der zu erwartenden extremen Wetterereignisse wie Hitze, Dürren und Überschwemmungen weltweit.
Dieses außergewöhnlich starke El Niño-Ereignis wird maßgeblich durch die ungewöhnlich warmen Bedingungen im tropischen Pazifik angetrieben. Die Oberflächentemperaturen im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik liegen bereits weit über dem Durchschnitt und steigen weiter an. Im Juli und Anfang August wurden in einigen Gebieten unter der Wasseroberfläche Temperaturen gemessen, die mehr als 8 Grad Celsius über dem Normalwert lagen. Es wird erwartet, dass El Niño gegen Ende dieses Jahres seinen Höhepunkt erreichen wird. António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, warnte, dass der Planet sich in unbekannten Gewässern befinde und sich die Meere erwärmen würden. WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo sprach von einem „gigantischen El Niño“, der „seit Beginn unserer Aufzeichnungen buchstäblich außerhalb der Charts“ liegen könnte und forderte eine „außergewöhnliche Vorbereitung und Reaktion“.
Die globalen Auswirkungen dieses Phänomens sind weitreichend und vielfältig. Die WMO prognostiziert für die Monate September bis November 2026 eine erhöhte Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlicher Temperaturen in nahezu allen Landregionen. Dies wird begleitet von deutlichen Verschiebungen in den Niederschlagsmustern. Regionen wie der Westen Südamerikas, Ostafrika sowie Zentral- und Ostasien müssen sich auf starke Regenfälle einstellen. Im Gegensatz dazu drohen Australien, Südostasien, die Sahelzone, das südliche Afrika, Mittel- und das nördliche Südamerika sowie der indische Subkontinent mit Dürren und Trockenheit. Die Gefahr von Ernteausfällen und einem Anstieg der globalen Nahrungsmittelpreise ist real.
Bereits jetzt sind die ersten Auswirkungen spürbar. Honduras, Panama und El Salvador haben Ende August Dürre-Alarm ausgelöst. Panama musste den Schiffsverkehr im Panamakanal aufgrund sinkender Wasserstände um mehr als 10 Prozent reduzieren. In Indonesien wüten Waldbrände, die bereits über 107.000 Hektar Land vernichtet haben, während China mit bis zu sieben Taifunen rechnet, die in diesem Jahr auf Land treffen könnten. Peru hat zur Unterstützung der Küstenregionen medizinische Hilfe und technische Ausrüstung entsandt. Die WMO und die nationalen meteorologischen und hydrologischen Dienste verstärken ihre Bereitschaft und ihre Frühwarnsysteme, um diesen zunehmenden Risiken zu begegnen.
Dieses El Niño-Ereignis, das typischerweise alle zwei bis sieben Jahre auftritt und neun bis zwölf Monate dauert, zeichnet sich diesmal durch eine besondere Intensität und Dauer aus. Die Auswirkungen auf die globalen Temperaturen sind oft im Jahr nach seiner Entstehung am deutlichsten. Angesichts der prognostizierten Stärke und der langen Dauer bis mindestens Februar 2027 ist eine umfassende und koordinierte Vorbereitung von entscheidender Bedeutung, um Leben und Lebensgrundlagen weltweit zu schützen.
Symbolbild – Foto: Dominika P / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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