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Hamburgs Schwanenvater mit turbulentem Jahr für die Alsterschwäne

today31. August 2026

Hintergrund
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Olaf Nieß, Hamburgs bekannter Schwanenvater, hat ein außergewöhnlich turbulentes Jahr mit den gefiederten Wahrzeichen der Stadt hinter sich. Neben einem verspäteten Frühling aufgrund der Vogelgrippe sah er sich auch mit Bedrohungen für die Brutplätze der Alsterschwäne konfrontiert, was seine ohnehin schon anspruchsvolle Arbeit zusätzlich erschwerte. Das Hamburger Schwanenwesen, die älteste städtische Dienststelle, die sich nicht nur um Schwäne, sondern um alle Wildtiere kümmert, stand vor besonderen Herausforderungen.

Eine der gravierendsten Schwierigkeiten in diesem Jahr war die verzögerte Rückkehr der Alsterschwäne auf die Alster. Während sie üblicherweise zwischen März und April aus ihren Winterquartieren zurückkehren, musste ihre Entlassung in diesem Frühjahr bis zum 12. Mai verschoben werden. Grund dafür waren zahlreiche verendete Gänse, die im März 2026 im Hamburger Stadtgebiet gefunden und positiv auf das Aviäre Influenzavirus, die Vogelgrippe, getestet wurden. Zum Schutz der Schwäne und anderer Wasservögel wurde entschieden, die Tiere länger im Winterquartier zu belassen. Glücklicherweise blieben die Schwäne selbst im Winterquartier gesund und konnten später sicher auf die Alster entlassen werden, nachdem sich die Vogelgrippesituation deutlich entspannt hatte.

Die Alsterschwäne überwinterten in diesem Jahr nicht wie gewohnt am Eppendorfer Mühlenteich. Aufgrund von Bauarbeiten am Hauptsitz des Schwanenwesens, die bis 2027 andauern sollen, wurden die Tiere vorübergehend in einer rund fünf Kilometer entfernten Wildtierstation in Ohlsdorf untergebracht. Dieses provisorische Quartier bot den Tieren einen sicheren Schutz vor der Vogelgrippe. Neben den Krankheitsbedrohungen stellen auch „verlassene Kanus“ eine Gefahr für die Brutplätze der Schwäne dar, wie eine aktuelle NDR-Reportage thematisierte. Nieß äußert zudem den Wunsch, neue Brutkästen näher an der Alster aufzustellen, um den Schwänen und anderem Wasserwild bessere Brutmöglichkeiten zu bieten.

Die jüngsten Ereignisse reihen sich ein in eine Serie von schwierigen Jahren für Hamburgs Schwäne. Bereits im Januar 2023 hatten ein Bakterium und die Vogelgrippe den Bestand von ursprünglich rund 120 Tieren stark dezimiert; 28 Schwäne starben an der Vogelgrippe und weitere 27 an Botulismus. Von diesem „schweren Schlag“ habe sich der Bestand, der zuletzt bei etwa 90 bis 100 Tieren lag, noch nicht vollständig erholt, befindet Schwanenvater Nieß. Trotzdem ist die Freude groß, dass die Population langsam wieder wächst und sich dem ursprünglichen Bestand nähert.

Olaf Nieß, dessen Vater bereits seit 1950 Schwanenvater war, führt die über Jahrhunderte gewachsene Tradition des Hamburger Schwanenwesens fort. Die Alsterschwäne sind nicht nur ein lebendiges Wahrzeichen, sondern gelten einer alten Legende zufolge als Symbol für Hamburgs Freiheit und wirtschaftlichen Erfolg. Die engagierte Arbeit des Schwanenvaters und seines Teams, das 2025 über 1.700 Einsätze verzeichnete, ist entscheidend für das Wohlergehen dieser besonderen Tiere, die seit 1664 unter besonderem Schutz der Hansestadt stehen.

Symbolbild – Foto: Frank Rietsch / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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