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Die neue Sternbrücke in Hamburg hat am frühen Montagmorgen, dem 31. August 2026, ihren Betrieb wieder aufgenommen. Dies markiert das Ende einer intensiven Bauphase, in der die Bahnverbindung zwischen Altona und Sternschanze sechs Wochen lang, vom 17. Juli bis zum 30. August 2026, gesperrt war. Damit rollen täglich wieder rund 1.000 Züge des Nah- und Fernverkehrs über diese wichtige Achse im Hamburger Bahnnetz.
Der Neubau war notwendig geworden, da die alte Sternbrücke, die seit 1925/1926 die Kreuzung Max-Brauer-Allee/Stresemannstraße überspannte, nach fast 100 Jahren an ihre Grenzen gestoßen war. Gutachten zeigten, dass der Stahl der bestehenden Überbauten ermüdet, nicht schweißbar war und den heutigen technischen Anforderungen nicht mehr entsprach, wodurch eine Sanierung ausgeschlossen wurde. Die alte Brücke, einst eine „Glanzleistung deutscher Technik“, wurde Ende Juli 2026 Stück für Stück abgetragen, um Platz für das moderne Bauwerk zu schaffen.
Die neue Sternbrücke präsentiert sich als 108 Meter lange, stützenfreie und 21 Meter hohe Stabbogenbrücke. Ihr Einbau war eine technische Meisterleistung: Ein 3.700 Tonnen schwerer Stahlkoloss wurde auf Spezialfahrzeugen mit 1.088 Rädern durch die engen Straßen der Schanze manövriert und in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 2026 präzise an seinem Bestimmungsort eingehoben. Projektleiterin Janna Widmaier lobte die reibungslose Operation, bei der an manchen Stellen nur 40 Zentimeter Abstand zu umliegenden Balkonen blieben.
Die sechswöchige Vollsperrung stellte eine erhebliche Belastung für Pendler und Anwohner dar. Neben den S-Bahn-Linien S2, S5 und S7, die zwischen Altona und Sternschanze durch Busse im Ersatzverkehr bedient wurden, war auch die viel befahrene Kreuzung an der Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee für den motorisierten Verkehr voll gesperrt. Mit der Wiederinbetriebnahme verspricht die Deutsche Bahn nun einen leistungsfähigeren und zuverlässigeren Bahnverkehr. Zudem bietet die neue stützenfreie Konstruktion mehr Platz für den Straßen-, Rad- und Fußgängerverkehr unter der Brücke, und 380 Meter hohe Lärmschutzwände sollen die Anwohner vor Zuglärm schützen.
Das gesamte Projekt, dessen Planungen bis ins Jahr 2014 zurückreichen und dessen Planfeststellungsbeschluss im Februar 2024 erlassen wurde, ist mit Kosten von rund 125 Millionen Euro veranschlagt, die sich Bund und Stadt teilen. Während Kritiker die neue Struktur aufgrund ihrer massiven Bauweise als „Monsterbrücke“ bezeichneten und der Abriss bestehender Gebäude wie Clubs und Kneipen zu Diskussionen führte, wurde der Abschluss des Großprojekts von vielen mit Erleichterung aufgenommen. Kleinere Verkehrseinschränkungen und Pflasterarbeiten im Kreuzungsbereich sollen noch bis Ende Oktober 2026 andauern, die vollständige Fertigstellung des Gesamtprojekts wird für das erste Quartal 2027 erwartet.
Symbolbild – Foto: Wolfgang Weiser / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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