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Hamburg-Uhlenhorst – Die Zukunft der Bewohner eines Hochhauses am Hofweg ist ungewiss, nachdem ihr Vermieter, die PEG Projektentwicklungsgesellschaft, allen Mietern gekündigt hat. Neben dem achtstöckigen Hochhaus ist auch ein vierstöckiger Flachbau von den Abrissplänen betroffen. Viele langjährige Mieter, darunter Dagmar Brehmer-Neumann und ihr Mann, die seit fast 40 Jahren in ihrer Wohnung leben, lehnen die angebotenen Ersatzwohnungen ab.
Nach Angaben des Vermieters ist der Abriss beider Gebäude am Hofweg 87-89 notwendig, da ein erheblicher Reparatur- und Sanierungsstau bestehe, der eine Sanierung nur im Leerzustand und mit unverhältnismäßig hohen Kosten ermögliche. Die dortigen Mieten liegen im Vergleich zum Rest Hamburgs noch im günstigen Bereich, teilweise bei rund 10 Euro pro Quadratmeter. Die Bewohner, von denen einige bereits seit 20 bis 60 Jahren in den Häusern leben, sehen sich nun mit der drohenden Verdrängung konfrontiert.
Die Pläne der PEG Projektentwicklungsgesellschaft, die Gebäude abzureißen, um an ihrer Stelle drei neue Häuser mit insgesamt 75 Wohnungen, überwiegend Eigentumswohnungen, zu errichten, stoßen auf heftige Kritik. Mieter und die Linksfraktion sprechen von „Verdrängung“ und „Spekulation mit Wohnraum“ und fordern den Erhalt des bezahlbaren Wohnraums sowie eine umweltverträgliche Sanierung. Eine von den Mietern gestartete Petition gegen die Abrisspläne hat bereits über 5.000 Unterschriften gesammelt, und es fanden sichtbare Protestaktionen mit Bannern und Zelten vor den Häusern statt.
Besondere Kritik entzündet sich an der geringen Anzahl von nur elf geplanten Sozialwohnungen im Neubau, was knapp 14 Prozent der Gesamtanzahl entspricht. Dies steht im Gegensatz zum sogenannten „Drittelmix“, der in Hamburg auf städtischen Grundstücken einen Anteil von 35 Prozent Sozialwohnungen vorsieht, auf privaten Flächen jedoch nur in Ausnahmefällen angewendet wird. Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat der PEG Projektentwicklungsgesellschaft die vollständige Neubebauung des Grundstücks bereits genehmigt.
Zusätzlich zur Kündigung der Mietverträge wurde den Bewohnern Ende Juli eine weitere Härte zugemutet: Alle Fahrstühle im Hochhaus wurden gesperrt. Diese Maßnahme wird von betroffenen Mietern und Beobachtern als „asoziales Verhalten“ kritisiert, da sie den Alltag der Bewohner erheblich erschwert und die Suche nach einer neuen Wohnung sowie einen möglichen Auszug zusätzlich kompliziert.
Symbolbild – Foto: Jakub Zerdzicki / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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