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Wasserstofffabrik in Moorburg macht Fortschritte

today21. August 2026 2

Hintergrund
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Auf dem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks in Moorburg nimmt die Wasserstofffabrik „H2-Connector“ weiter Gestalt an. Diese Anlage wird als zentrale Drehscheibe für das zukünftige Hamburger Wasserstoffnetz HH-Win dienen und damit eine wichtige Rolle in der Energiewende spielen. Der offizielle Baustart für den H2-Connector durch die Hamburger Energienetze wurde am 20. August 2026 gefeiert und markiert einen bedeutenden Meilenstein an einem symbolträchtigen Ort, wo einst Kohle verfeuert wurde und nun die grüne Zukunft entsteht.

Parallel dazu entsteht auf dem Moorburger Gelände der Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH), ein Großelektrolyseur mit einer Leistung von 100 Megawatt. Dieses Projekt, realisiert von einem Konsortium aus Luxcara und den Hamburger Energiewerken, hat Siemens Energy mit der Lieferung und Installation von sechs Elektrolyseur-Einheiten beauftragt. Die Bauarbeiten für die Elektrolyseanlage sollen im nächsten Jahr beginnen, mit einem geplanten Start des kommerziellen Betriebs im Jahr 2027. Die Anlage wird voraussichtlich jährlich rund 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren und ist als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) gefördert. Teile des stillgelegten Kohlekraftwerks wurden bereits zurückgebaut, um Platz für die neue Infrastruktur zu schaffen.

Das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN ist darauf ausgelegt, Industriebetriebe im Hamburger Hafen mit diesem grünen Wasserstoff zu versorgen. Ab Herbst 2027 soll das Netz eine Länge von rund 40 Kilometern umfassen und bis 2031 auf 60 Kilometer ausgebaut werden. Aktuell ist bereits mehr als die Hälfte der ersten 40 Trassenkilometer fertiggestellt oder in Bau. Durch HH-WIN sollen ab 2031 jährlich etwa 6,4 Terawattstunden Erdgas durch Wasserstoff ersetzt werden, was eine Emissionssenkung von 1,4 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr bedeutet.

Der H2-Connector übernimmt dabei eine zentrale Funktion als Schaltstelle, die den lokalen Großelektrolyseur, das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz und das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz (HH-WIN) miteinander verbindet. Eine seiner Hauptaufgaben ist die Druckanpassung: Er wird den Wasserstoff aus dem übergeordneten Fernleitungsnetz, das mit bis zu 70 Bar betrieben wird, auf einen Betriebsdruck von bis zu 25 Bar für HH-WIN absenken können. Zudem kann eine integrierte Verdichterstation den Druck für den Export in umgekehrter Richtung wieder erhöhen. Die Baukosten für den H2-Connector, exklusive der Verdichterstation, belaufen sich auf rund 22,6 Millionen Euro, wovon etwa 16,3 Millionen Euro durch IPCEI-Fördermittel abgedeckt sind.

Die Entwicklung in Moorburg ist ein wesentlicher Bestandteil von Hamburgs umfassender Wasserstoffstrategie, die darauf abzielt, die Stadt zu einem führenden Produktions-, Import- und Verteilstandort für grünen Wasserstoff zu machen. Dieser Energieträger gilt als Schlüsseltechnologie für die Energiewende, insbesondere zur Dekarbonisierung von Industrie, Verkehr und Wärmeversorgung, wo elektrische Alternativen nicht ausreichen oder Hochtemperaturprozesse zum Einsatz kommen. Mit dem Ausbau dieser Infrastruktur wird Hamburg langfristig an das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen und soll zu einem zentralen Knotenpunkt der deutschen Wasserstoffwirtschaft avancieren.

Symbolbild – Foto: Frank Rietsch / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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