Hamburg Update

Mieter eines Uhlenhorster Hochhauses erhalten Kündigungen

today21. August 2026 1

Hintergrund
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In einem Hochhaus am Hamburger Hofweg auf der Uhlenhorst haben 40 Mietparteien ihre Kündigung erhalten, was für die Bewohner eine weitere Hiobsbotschaft darstellt, nachdem bereits Ende Juli die Fahrstühle in dem Gebäude gesperrt wurden. Hinter den Kündigungen steckt der Plan der Eigentümerin, die bestehenden Gebäude abzureißen, um Platz für Neubauten zu schaffen.

Die PEG Projektentwicklungsgesellschaft, die Eigentümerin der Gebäude am Hofweg 87-89, beabsichtigt, sowohl den vierstöckigen Flachbau als auch das achtstöckige Hochhaus abzureißen. Dies sei notwendig, da bei einer Untersuchung des Hochhauses ein erheblicher Reparatur- und Sanierungsstau festgestellt wurde, dessen Behebung nur im Leerzustand und zu erheblich höheren Kosten als anfänglich angenommen möglich wäre. Anstelle der zwei in die Jahre gekommenen Gelbklinker-Gebäude, die seit der Nachkriegszeit das Bild des Hofwegs prägen, sollen drei neue Gebäude mit insgesamt 75 Wohnungen entstehen.

Die Pläne sehen vor, dass ein Großteil der neuen Wohnungen als Eigentumswohnungen gebaut werden soll, während lediglich elf der 75 Einheiten öffentlich gefördert sein werden. Dies stößt auf scharfe Kritik, da die Mieten in den bestehenden Wohnungen derzeit noch vergleichsweise günstig sind und teilweise bei rund 10 Euro pro Quadratmeter liegen. Viele der betroffenen Mieter leben seit Jahrzehnten in den Häusern, und der Abriss bedeutet für sie die Verdrängung aus bezahlbarem Wohnraum.

Die Entscheidung des Bezirksamtes Hamburg-Nord, die finale Baugenehmigung für den Abriss und Neubau zu erteilen, hat zu Protesten geführt. Unter dem Motto „Protestaktion gegen Verdrängung, Abriss und Luxuswohnungsbau“ haben sich Mieter vor den Häusern versammelt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Eine Petition gegen den Abriss und für den Erhalt des bezahlbaren Wohnraums wurde bereits von über 5.000 Personen unterzeichnet. Auch die Linkspartei unterstützt die Mieter und kritisiert die Geschäftspraktiken der PEG, die als „Entmietung und Spekulation mit Wohnraum“ bezeichnet werden.

Die PEG hat den rund 40 Mietparteien Unterstützung bei der Suche nach einer Ersatzwohnung sowie bei den Umzügen zugesichert. Dennoch bleibt die Sorge groß, dass die neuen, teuren Wohnungen die Wohnungsnot in Hamburg nicht lösen, sondern vielmehr die soziale Durchmischung in dem Viertel gefährden. Der Abriss der Bestandsgebäude ist für den Herbst dieses Jahres geplant.

Symbolbild – Foto: quang vinh / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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