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RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet: Eine drohende Schließung der wichtigen Drogenhilfe-Anlaufstelle „Palette“ in Hamburg könnte abgewendet werden. Die Sozialbehörde hatte signalisiert, ihre Förderung für die Einrichtung einzustellen. Nun zieht das renommierte Hamburger Spendenparlament in Erwägung, die Mietkosten für die Palette zu übernehmen, um so ihren Fortbestand zu sichern und eine essenzielle Lücke in der sozialen Landschaft der Hansestadt zu verhindern.
Die Palette gGmbH bietet in Hamburg zahlreiche ambulante Hilfsangebote für Menschen mit Drogen-, Alkohol- und Medikamentenproblemen an. Die Einrichtung in der Stresemannstraße, die besonders wohnungslose und suchtkranke Menschen rund um den Holstenbahnhof erreicht, darunter viele mit intensivem Crackkonsum, ist seit 2020 eine niedrigschwellige Anlaufstelle. Täglich nutzen zwischen 40 und 70 Personen die Beratungs-, Begleitungs- und Unterstützungsangebote, die auch individuelle Gespräche, Hausbesuche und Unterstützung bei Anträgen umfassen. Palette leistet zudem wichtige Arbeit für Kinder und Familien, die von Suchtproblemen betroffen sind.
Die Sozialbehörde begründet die geplante Einstellung der Finanzierung zum Jahresende 2026 damit, dass die Palette ursprünglich als Übergangsangebot konzipiert worden sei. Doch diese Argumentation stößt auf Widerstand. Der Paritätische Wohlfahrtsverband warnt davor, dass andere Einrichtungen die Leistungen der Palette nicht ohne Weiteres auffangen könnten, was zu Versorgungslücken und einer zusätzlichen Belastung bestehender Hilfsangebote führen würde. Insbesondere die Spezialisierung auf Menschen mit intensivem Crackkonsum könne von der neuen Tagesaufenthaltsstätte in der Nähe nicht ersetzt werden, so die Kritik, die wichtige Fragen zur Weiterversorgung der Betroffenen aufwirft.
Angesichts der Bedeutung der Einrichtung haben sich auch politische Stimmen zu Wort gemeldet. Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte forderte einstimmig den Erhalt der Palette und schloss sich damit einer Empfehlung des Altonaer Sozialausschusses an. Grüne und SPD in Hamburg-Mitte haben einen gemeinsamen Antrag zum Erhalt der Suchthilfeeinrichtung beschlossen. Sie fordern von der Sozialbehörde eine transparente Darstellung, welche Auswirkungen eine Schließung oder Verlagerung der Hilfesuchenden auf die Stadtteile St. Georg, das Münzviertel und Hammerbrook hätte, wo bereits heute ein hoher Hilfebedarf besteht.
Das Hamburger Spendenparlament, das sich seit 30 Jahren gegen Armut, Obdachlosigkeit und Isolation in der Stadt einsetzt, hat bereits über 1.750 soziale Projekte in Hamburg mit über 20 Millionen Euro unterstützt. Typischerweise bietet es Anschub- oder Überbrückungsfinanzierungen an, um die „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu fördern und Dauerfinanzierungen zu vermeiden. Die aktuelle Prüfung einer Mietübernahme für die Palette zeigt die hohe soziale Relevanz, die dem Fortbestand der Einrichtung beigemessen wird, zumal das Spendenparlament seit kurzem ausgewählte Projekte von hoher sozialer Bedeutung auch über einen längeren Zeitraum von bis zu fünf Jahren fördern kann. Die Hamburger Stadtgesellschaft blickt nun gespannt auf die Entscheidung, die für viele bedürftige Menschen Rettung bedeuten könnte.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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