Hamburg Update

Hamburger Uni streicht Studiengänge

today29. Oktober 2026

Hintergrund

Die Universität Hamburg wird entgegen früherer Zusagen zwei Studiengänge im Fachbereich Informatik schließen. Diese Entwicklung wurde heute bekannt und steht im Widerspruch zu früheren Aussagen, wonach derartige Schließungen nicht geplant waren. Dies betrifft die größte Forschung- und Ausbildungseinrichtung in Norddeutschland, die mit über 40.000 Studierenden auch eine der zehn größten Hochschulen in Deutschland ist.

Die Schließungen sind Teil umfassenderer Sparmaßnahmen und eines Strukturprozesses, der die Universität Hamburg betrifft. Bereits im März 2026 wurde bekannt, dass die Universität mit erheblichen finanziellen Herausforderungen zu kämpfen hat und die Schließung ganzer Studiengänge droht. Ein internes Dokument der Universität deutete auf einen notwendigen Abbau von Studienplätzen hin, um die Qualität und Studierbarkeit angesichts fehlender Finanzierung zu sichern. Die Wissenschaftssenatorin von Hamburg hatte bereits im Frühjahr einen Abbau von Studienplätzen angeregt, falls die Universität mit ihrem Budget nicht auskommt.

Hintergrund der Sparmaßnahmen sind unter anderem gestiegene Kosten für IT-Sicherheit und höhere Tarifabschlüsse, wodurch der Universität Hamburg ein Defizit von rund 22 Millionen Euro entsteht. Es wird erwartet, dass die Zahl der Studienanfängerplätze bis 2028 von derzeit 9.485 auf 8.810 sinken wird. Der Fachbereich Informatik, der am Standort Hamburg fünf Bachelor- und sechs Masterstudiengänge anbietet und etwa 2500 Studierende zählt, ist von diesen Kürzungen direkt betroffen.

Die nun bekannt gewordene Schließung von zwei Studiengängen im Bereich Informatik ist ein konkretes Ergebnis dieser finanziellen Engpässe. Frühere Diskussionen aus dem Jahr 2021 zeigten bereits die Sorge um die Informatik an der Universität Hamburg, als geplante Ausbauten gestoppt und bestehende Studienplätze als gefährdet angesehen wurden. Damals war unter anderem die Rede davon, dass 100 geplante Informatik-Studienplätze gestrichen und bis zu 150 weitere bestehende Plätze abgebaut werden könnten, was etwa 25 Prozent der damaligen Kapazität entsprochen hätte. Auch das Programm ahoi.digital, das zusätzliche Professuren für die Digitalisierung schaffen sollte, wurde nicht wie geplant ausfinanziert, was zu einem Reputationsverlust für die Wissenschaftsstadt Hamburg führte. Diese neuerlichen Schließungen setzen die Entwicklung fort, die die Informatik an der größten Hamburger Informatik-Forschung- und Ausbildungsstätte bereits in den letzten Jahren vor Herausforderungen stellte.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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