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Ein Charterflug aus Deutschland hat am Mittwoch, den 28. Oktober 2026, 40 Männer aus Afghanistan in ihr Heimatland abgeschoben. Die Betroffenen, die in Deutschland Straftaten wie Totschlag, Vergewaltigung, sexuellen Missbrauch von Kindern, Körperverletzung und Drogenhandel begangen haben sollen, wurden vom Flughafen Leipzig/Halle nach Kabul ausgeflogen. An dieser Sammelabschiebung waren laut Bundesinnenministerium mehrere Bundesländer beteiligt, darunter auch Hamburg. Die Bundesregierung unterstreicht damit ihren konsequenten Kurs in der Migrationspolitik.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bekräftigte, dass die regelmäßigen Rückführungen von Straftätern nach Afghanistan ein zentrales Element der Migrationswende seien. Wer den Schutz in Deutschland missbraucht und hier straffällig geworden ist, müsse das Land verlassen. Die Gesellschaft habe ein legitimes Interesse daran, dass solche Personen Deutschland verlassen.
Die Abschiebungen nach Afghanistan wurden im Jahr 2024 wieder aufgenommen. Zunächst betraf dies ausschließlich ausreisepflichtige Straftäter. Seit Juli 2026 hat sich der Personenkreis für Rückführungen jedoch erweitert. Das Bundesinnenministerium hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass nun auch andere ausreisepflichtige, volljährige, männliche und alleinstehende Afghanen zur Identifizierung und Passersatzbeschaffung zum Zweck der Abschiebung vorgeführt werden können. Die Grundlage dafür bildet eine Vereinbarung des Bundesinnenministeriums mit der de-facto Regierung Afghanistans.
Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Pro Asyl üben jedoch scharfe Kritik an dieser Praxis und fordern einen sofortigen Abschiebestopp. Sie verweisen auf die katastrophale humanitäre Lage sowie die prekäre Sicherheits- und Menschenrechtssituation in Afghanistan unter der Taliban-Herrschaft. Es gebe Dokumentationen über fortgesetzte Menschenrechtsverletzungen, außergerichtliche Hinrichtungen, Verschwindenlassen und Folter. Auch das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat die deutschen Pläne zur Abschiebung afghanischer Straftäter als „nicht angemessen“ bezeichnet. Erst am vergangenen Wochenende demonstrierten bundesweit Hunderte Menschen an Flughäfen gegen die Abschiebungen.
Seit Beginn der laufenden Legislaturperiode sind damit insgesamt 303 afghanische Männer aus Deutschland in ihr Herkunftsland abgeschoben worden. Diese Politik wird auf unserer Homepage von RADIO REEPERBAHN Hamburg weiter kritisch begleitet und beleuchtet.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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