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Bund plant mehr Prüfungen für Kritische Infrastruktur

today28. Oktober 2026

Hintergrund

Der Bund weitet angesichts einer gestiegenen Bedrohungslage durch Sabotage und Spionage die Sicherheitsprüfungen für Beschäftigte in kritischen Infrastrukturbereichen massiv aus. Die Bundesregierung hat dazu heute eine neue Sabotageschutzverordnung des Bundes beschlossen. Ziel ist es, den Schutz vor Sabotage durch potenzielle Innentäter zu erhöhen und die Widerstandsfähigkeit lebenswichtiger Einrichtungen in Deutschland zu stärken. Die Regelungen treten mit sofortiger Wirkung in Kraft und sollen die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten.

Die Ausweitung der Sicherheitsüberprüfungen ist eine direkte Reaktion auf die verschärfte Sicherheitslage in Deutschland. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betonte, dass hybride Bedrohungen eine reale Gefahr für die Sicherheit Deutschlands darstellen. Insbesondere seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Jahr 2022 haben die Bedrohungen durch Sabotage und Spionage zugenommen, was eine stärkere Abwehr gegen staatlich gesteuerte Angriffe erforderlich macht. Bei den Prüfungen wird durch Behörden wie das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) festgestellt, ob Personen zuverlässig sind und ob Hinweise auf Extremismus oder Erpressbarkeit vorliegen, wobei die Betroffenen der Überprüfung zustimmen müssen.

Von den künftigen Prüfungen sind weitere entscheidende Wirtschaftszweige und Einrichtungen betroffen. Dazu gehören nicht nur Energieanlagen, Wasserwerke, Talsperren und Flüssigerdgas-Terminals, sondern auch Betreiber von Anlagen, die das Stromnetz nach einem flächendeckenden Ausfall wieder in Betrieb nehmen können, sowie digitale Energiesysteme mit hoher Leistung. Große Wasserwerke, die mindestens 22 Millionen Kubikmeter Trinkwasser jährlich fördern, und die Steuerzentralen größerer Talsperren fallen ebenfalls unter die neue Verordnung. Besonders relevant für die Energieversorgung der Bundesrepublik, aber auch für die Region um Hamburg, sind die Flüssigerdgas-Terminals, von denen mehrere in Deutschland, unter anderem in Wilhelmshaven, Mukran, Stade und Brunsbüttel, neu errichtet wurden, um die Gasversorgung zu diversifizieren und unabhängiger zu gestalten. Diese Terminals werden auch als mögliche Ziele für Cyberangriffe eingestuft.

Darüber hinaus erstrecken sich die Sicherheitsprüfungen auf technisches Personal in Landesrundfunkanstalten, das mit der Warninfrastruktur für Krisen und Katastrophen befasst ist. Dies unterstreicht die Bedeutung einer funktionierenden Kommunikation in Notfällen. Für uns bei RADIO REEPERBAHN in Hamburg bedeutet dies eine weitere Sensibilisierung für die hohen Anforderungen an die Sicherheit der Infrastruktur, die für die Bevölkerung von entscheidender Bedeutung ist. Die Maßnahmen gehen Hand in Hand mit dem bereits am 16. März 2026 in Kraft getretenen KRITIS-Dachgesetz, das umfassende Resilienzanforderungen für elf Sektoren der kritischen Infrastruktur festlegt und auch Personalsicherheitskonzepte vorschreibt.

Das Ziel all dieser Anstrengungen ist es, Deutschland widerstandsfähiger gegen Krisen, Sabotage, Terroranschläge und die Folgen von Naturkatastrophen zu machen. Durch einheitliche Mindeststandards, Risikoanalysen und ein strengeres Monitoring sollen die Abwehrfähigkeit und Resilienz der kritischen Einrichtungen erhöht und somit die Sicherheit in Städten wie Hamburg und im ganzen Land gewährleistet werden.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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