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Großbritanniens Premier Burnham offen für Wiederannäherung an EU

today26. Oktober 2026

Hintergrund

Großbritanniens Premierminister Andy Burnham, der sein Amt am 20. Juli 2026 antrat, hat sich für eine Wiederannäherung an die Europäische Union ausgesprochen. Er äußerte die Ansicht, der Brexit habe Großbritannien mehr geschadet als genutzt, und zeigt sich offen für eine Rückkehr zur EU-Freizügigkeit, wenngleich in Grenzen. Diese Haltung markiert eine signifikante Veränderung in der britischen Politik seit dem EU-Austritt im Januar 2020. Die Debatte darüber erreicht nun auch uns hier bei RADIO REEPERBAHN in Hamburg.

Premier Burnham hat kürzlich betont, dass die derzeitigen Beziehungen zur EU „nicht gut genug“ seien und es eine „schwere Pflichtverletzung“ wäre, am Status quo festzuhalten. Er hat deutlich gemacht, dass alle Optionen für die zukünftige Beziehung auf dem Tisch liegen, von einer Zollunion über den Zugang zum Binnenmarkt bis hin zu einem möglichen Wiederbeitritt zur EU. Insbesondere äußerte er sich offen für eine „ehrliche Debatte“ über die Rückkehr zur EU-Freizügigkeit. Burnham argumentiert, die Art der Migration habe sich seit dem Brexit verändert, weg von einer „Drehtür-Migration“ hin zu mehr dauerhaften Niederlassungen, und man müsse diese Fakten sachlich diskutieren. Gleichzeitig zieht er eine klare rote Linie bei einer möglichen Einführung des Euro oder einem Beitritt zum Schengenraum.

Ein entscheidender Termin für die weitere Entwicklung ist der bevorstehende EU-UK-Gipfel am 20. November in Brüssel. Dort wird Premierminister Burnham mit EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zusammentreffen, um eine Reihe geplanter Abkommen voranzubringen. Im Fokus stehen dabei Vereinbarungen zum Handel mit Lebensmitteln und Getränken, zum Emissionshandel sowie eine vertiefte Zusammenarbeit im Bereich der Migration. Burnham plant, die Gelegenheit des Gipfels zu nutzen, um der britischen Öffentlichkeit verschiedene Optionen für die zukünftige Beziehung zur EU zu präsentieren. Die Europäische Kommission begegnet Burnhams Avancen derweil mit einer abwartenden und vorsichtigen Haltung.

Die Meinungsverschiebung in der britischen Bevölkerung ist bemerkenswert. Aktuelle Umfragen von Juni 2026 zeigen, dass 57 Prozent der Briten den Brexit als Fehlentscheidung betrachten und 55 Prozent eine Rückkehr in die EU befürworten würden, falls es ein erneutes Referendum gäbe. Dieser Wert sinkt jedoch, wenn der Wiederbeitritt den Verzicht auf frühere Ausnahmeregelungen, wie die Nicht-Einführung des Euro oder die Nicht-Zugehörigkeit zum Schengenraum, bedeuten würde. Viele Wirtschaftsakteure, auch in der Hansestadt Hamburg, wünschen sich eine Verbesserung der Handelsbeziehungen und mehr Mobilität für Geschäftsreisende, da der Brexit die Wirtschaft mit umständlichen Formalitäten belastet hat.

Trotz der klaren Bekenntnisse zur Wiederannäherung hat Premier Burnham betont, dass ein vollständiger Wiederbeitritt zur EU nicht in der aktuellen Legislaturperiode zur Debatte steht. Er sehe dies als einen Weg an, der noch „weit, weit entfernt“ sei, und konzentriere sich zunächst auf praktische Schritte zur Verbesserung der bestehenden Vereinbarungen. Jegliche grundlegende Veränderung der Beziehungen müsste voraussichtlich bis nach der nächsten Parlamentswahl, die für 2029 erwartet wird, warten. Die Wiederherstellung der Freizügigkeit würde zudem ein ausgehandeltes internationales Abkommen sowie entsprechende nationale gesetzliche Maßnahmen erfordern. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese komplexe und emotional aufgeladene Debatte in Großbritannien entwickeln wird und welche konkreten Schritte auf dem Weg zu einer engeren Bindung an Europa tatsächlich umgesetzt werden können.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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