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Berliner CDU unterbreitet Gesprächsangebot an SPD und Grüne

today23. Oktober 2026

Hintergrund

Die Berliner CDU hat in der Hauptstadt ein Gesprächsangebot an SPD und Grüne unterbreitet, während sich dort ein rot-grün-rotes Bündnis abzeichnet. Wie unser Sender RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet, betonten jedoch beide eingeladenen Parteien, dass es sich dabei nicht um Sondierungen handele.

Nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026, bei der die Linke mit 25,7 Prozent als stärkste Kraft hervorging, gefolgt von der CDU mit 18,8 Prozent, der AfD mit 16,3 Prozent, den Grünen mit 14,3 Prozent und der SPD mit 12,1 Prozent, haben SPD, Grüne und Linke ihre Sondierungsgespräche aufgenommen. Diese Sondierungen, die am 1. Oktober mit Vorgesprächen begannen und am 8. Oktober offiziell starteten, fußten auf einer gemeinsamen Vereinbarung zum Thema Antisemitismus und gesellschaftlichem Zusammenhalt sowie zu Organisierter Kriminalität.

Die drei Parteien haben ihre Sondierungsgespräche am 17. Oktober 2026 mit einem gemeinsamen Papier namens „Mehr gemeinsam, mehr Berlin“ abgeschlossen. Dieses Papier skizziert inhaltliche Schwerpunkte für eine mögliche Koalition, darunter die Wohnungspolitik, wo ein Kompromiss zur Vergesellschaftung von Immobilienunternehmen ab 10.000 Wohnungen erzielt wurde, sowie öffentliche Sicherheit, Wirtschaft und Bildung. Der Landesvorstand der SPD Berlin stimmte am 19. Oktober der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit Linken und Grünen zu, und auch die Grünen beschlossen am selben Tag, in Koalitionsverhandlungen einzutreten. Die Linke wird ihre Entscheidung über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen erst auf einem Parteitag am 31. Oktober treffen, bedingt durch die Berliner Herbstferien.

Das Gesprächsangebot der Berliner CDU, unterbreitet vom Landesvorsitzenden Stefan Evers, erfolgte angesichts des „besorgniserregenden Verlaufs der Sondierungen“ der rot-grün-roten Parteien. Sowohl die SPD als auch die Grünen bestätigten die Einladung, betonten jedoch, dass es sich nicht um Sondierungen für eine Regierungsbildung handle, sondern um Gespräche zur „konstruktiven Gestaltung der Übergangszeit“ und zu aktuellen Themen wie einem Nachtragshaushalt. Die Linke wurde zu diesen Gesprächen nicht eingeladen, die am 29. Oktober stattfinden sollen, dem Tag der konstituierenden Sitzung des neuen Abgeordnetenhauses.

Die mögliche rot-grün-rote Koalition stößt bundesweit nicht nur auf Zustimmung. Eine aktuelle Umfrage des ZDF-„Politbarometers“ vom 20. bis 22. Oktober 2026 zeigt, dass 56 Prozent der Deutschen eine solche Regierung als schlecht empfinden. Auch aus den Reihen der Bundes-SPD sowie von Kanzler Friedrich Merz (CDU) gab es Kritik, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Antisemitismus und die Pläne zur Enteignung großer Wohnungsunternehmen. Die Entwicklungen in Berlin werden somit weiterhin mit großem Interesse verfolgt, auch hier in Hamburg.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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